Kommunikation und Gesprächs... / 1.1 Subjektive Informationsverarbeitung

Nicht nur die Gedächtniskapazität führt zu Beeinträchtigungen bei den wahrgenommenen Informationen und damit zu einer Verzerrung der Beurteilung. Die gesamten bisherigen persönlichen Erfahrungen eines Menschen führen dazu, dass persönliche "Wahrnehmungsfilter" gebildet werden. Jede aufgenommene Information läuft über diese Filter und wird auf diesem Weg subjektiv "verändert".

Eine wirklich objektive menschliche Wahrnehmung gibt es nicht.

Unsere Wahrnehmungsfilter führen dazu, dass wir

  • für bestimmte Informationen besonders sensibel sind: wir nehmen bereits Andeutungen wahr,
  • für bestimmte Informationen besonders unsensibel sind: wir nehmen sie nicht oder nur schwer wahr.

Aus der unendlichen Vielfalt an Informationen aus unserer Umwelt können wir immer nur einen kleinen Ausschnitt wahrnehmen. Dieser kleine Ausschnitt prägt unsere ganz persönliche Wirklichkeit. Wirklichkeit ist für uns also nur das, was wir wahrnehmen. Sie ist unsere "Landkarte" der Welt. Aber genauso wie eine Landkarte eines Landes dieses nicht wirklich repräsentiert, entspricht auch unsere "Kopf-Landkarte" nicht der Wirklichkeit. In letzter Konsequenz heißt das, dass jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit hat. Diese wird gestaltet durch die individuelle Gedächtniskapazität, die Wahrnehmungsbreite und -tiefe und persönliche "Wahrnehmungsfilter" aus früheren Erfahrungen, Erinnerungen, Wertemaßstäben usw.

Gerade bei der Beurteilung von Mitarbeitern und Bewerbern ist es wichtig, sich der Grenzen der eigenen Wahrnehmung und der subjektiven Einfärbungen der Wahrnehmung bewusst zu sein.

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