Kettenarbeitsverhältnis
  

Begriff

Von einem Kettenarbeitsverhältnis wird gesprochen, wenn mehrere befristete Arbeitsverhältnisse dergestalt aneinandergereiht werden, dass sich das neue Arbeitsverhältnis ohne rechtlich relevante Unterbrechung an das vorherige anschließt.

 

Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Die Zulässigkeit von Kettenarbeitsverhältnissen beurteilt sich nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG). Eine wichtige Entscheidung für die Anforderungen an ein Kettenarbeitsverhältnis stellt das Urteil des BAG vom 11.12.1991 dar (BAG, Urteil v. 11.12.1991, 7 AZR 431/90). Danach steigen mit zunehmender Dauer der Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber die Anforderungen an den sachlichen Grund zur Rechtfertigung der Befristung. Die Dauer des Arbeitsverhältnisses und/oder die Anzahl der befristeten Arbeitsverträge können ein Indiz für einen Rechtsmissbrauch darstellen.

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