Jobticket / 4.1 15-%-Pauschalierung

Für die nicht steuerbefreiten Sachbezüge in Form unentgeltlicher oder verbilligter Beförderungen eines Arbeitnehmers zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie bei Arbeitnehmern ohne erste Tätigkeitsstätte für Fahrten zu einem Sammelpunkt oder in ein weiträumiges Tätigkeitsgebiet, kann die Lohnsteuer mit einem Pauschalsteuersatz von 15 % erhoben werden.

 
Wichtig

Steuerbefreiung vor Anwendung der Lohnsteuerpauschalierung prüfen

Bevor sich der Arbeitgeber zugunsten der Lohnsteuerpauschalierung entscheidet, sollte er prüfen, ob die Sachbezüge nicht nach § 3 Nr. 15 EStG steuerfrei sind. Auf die Steuerbefreiung kann allerdings zugunsten der 15-%-Pauschalierung verzichtet werden.

Im Übrigen sind bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Arbeitslohns die Anwendung der 44-EUR-Freigrenze sowie des Rabattfreibetrags i. H. v. 1.080 EUR zu prüfen.

Die Pauschalierung ist allerdings nur bis zu dem Betrag zulässig, den der Arbeitnehmer für diese Aufwendungen als Werbungskosten geltend machen könnte, wenn die Lohnsteuerpauschalierung nicht erfolgt. Im Falle der Lohnsteuerpauschalierung mindern die so besteuerten Bezüge jedoch den Werbungskostenabzug für die entsprechenden Aufwendungen.

Wird von der Pauschalierung Gebrauch gemacht, ist der Arbeitgeber verpflichtet, die pauschal besteuerten Leistungen in der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung anzugeben.

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