Jahreswechsel 2020/2021: So... / 4.6 Umlagen für Ausgleichsverfahren U1 und U2

Arbeitgeber, die in der Regel nicht mehr als 30 Arbeitnehmer beschäftigen, nehmen am Ausgleichsverfahren der Arbeitgeberaufwendungen[1] bei Arbeitsunfähigkeit (U1-Verfahren) teil. Die Teilnahme an dem Ausgleichsverfahren der Arbeitgeberaufwendungen für Mutterschaftsleistungen (U2-Verfahren)[2] erfolgt hingegen unabhängig von der Betriebsgröße.

Die zur Finanzierung der Aufwendungen erhobenen U1- und U2-Umlagesätze und die jeweiligen Erstattungssätze werden von jeder Krankenkasse und der Minijob-Zentrale selbst festgelegt. Insofern gibt es keine einheitlichen Umlagesätze. Die Arbeitnehmer werden an den Umlagen nicht beteiligt, da sie ausschließlich von den Arbeitgebern getragen werden. Bemessungsgrundlage für die Umlage ist das rentenversicherungspflichtige Arbeitsentgelt; einmalig gezahltes Arbeitsentgelt bleibt unberücksichtigt.

Neue Umlagen für Minijob-Arbeitgeber

Zum 1.10.2020 hat die Minijob-Zentrale ihre Umlagesätze erhöht. Die U1-Umlage stieg von 0,9 % auf 1,0 %, die U2-Umlage von 0,19 % auf 0,39 %.

 
Wichtig

Umlagen im Corona-Entschädigungsfall

Für die Zeit der auftragsweisen Auszahlung einer Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) sind vom Arbeitgeber die U1-, U2- und U3-Umlagen weiterhin zu leisten. Die zuständige Entschädigungsbehörde hat dem Arbeitgeber im Zusammenhang mit der Erfüllung des Entschädigungsanspruchs neben den verauslagten Sozialversicherungsbeiträgen auch die Umlagen zu erstatten.[3] Eine entsprechende gesetzliche Klarstellung wurde mit dem "Dritten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite" v. 18.11.2020, BGBl. I S. 2397 (Artikel 1 Nr. 21) vorgenommen.

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