Jahreswechsel 2020/2021: Ar... / 2.4 Praktische Bedeutung

Die Änderungen werden aus Sicht deutscher Unternehmen insbesondere Auswirkungen im Rahmen sog. Konzernentsendungen von Mitarbeitern ausländischer Konzernunternehmen nach Deutschland oder bei Beauftragung ausländischer Subunternehmer zur Ausführung des Auftrags in Deutschland haben.

 
Praxis-Tipp

Deutsche Tochterunternehmen

Als Alternative bietet sich an, bei Langzeitentsendungen vermehrt auf den Abschluss von Arbeitsverträgen mit beispielsweise dem aufnehmenden deutschen Tochterunternehmen auszuweichen, um eine Vermischung der Rechtsordnungen zu vermeiden.

Zu beachten ist hierbei, dass das Arbeitnehmerentsendegesetz nicht nur auf Arbeitnehmer aus dem EU-Ausland, sondern auf alle Arbeitnehmer ausländischer Arbeitgeber mit Tätigkeit in Deutschland Anwendung findet.

Auch die anderen Mitgliedstaaten mussten die Änderungen der Richtlinie bis zum 30.7.2020 umsetzen. Dies ist z. B. in Frankreich bereits geschehen. Bei Entsendungen von Mitarbeitern aus Deutschland in andere Mitgliedstaaten ist daher zu berücksichtigen, dass ausländische Vorschriften nach Maßgabe der Richtlinie auf das Arbeitsverhältnis anzuwenden sind und bei Nichtbeachtung erhebliche Bußgelder drohen können.

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