Jahreswechsel 2019/2020: So... / 2.1 Gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer

Arbeitnehmer, die wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze krankenversicherungsfrei und in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) freiwillig versichert sind, erhalten von ihrem Arbeitgeber einen Zuschuss zu ihrem Krankenversicherungsbeitrag. Dieser ist in der Höhe zu zahlen, den der Arbeitgeber bei Versicherungspflicht des Beschäftigten zu tragen hätte. Für die Berechnung des Beitragszuschusses ist ein Beitragssatz in Höhe von 7,3 % (mit Krankengeldanspruch) bzw. 7,0 % (ohne Krankengeldanspruch) sowie der halbe Zusatzbeitragssatz der jeweiligen Krankenkasse zugrunde zu legen. Dabei ist der Zuschuss zum Zusatzbeitrag getrennt zu berechnen.

 
Wichtig

Arbeitgeberzuschuss zum Zusatzbeitrag

Die Wiedereinführung der paritätischen Finanzierung des Krankenversicherungsbeitrags durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber hat zur Folge, dass die Arbeitgeber auch den Zusatzbeitrag zu bezuschussen haben. Der Zuschussberechnung ist bei gesetzlich versicherten Arbeitnehmern der halbe kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz und bei privat krankenversicherten Arbeitnehmern der halbe durchschnittliche Zusatzbeitragssatz zugrunde zu legen.

Pflegeversicherung

In der Pflegeversicherung erhalten die wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze krankenversicherungsfreien Arbeitnehmer einen Beitragszuschuss in Höhe des Betrags, den der Arbeitgeber bei versicherungspflichtigen Mitgliedern zu tragen hat. Der Beitragszuschuss beträgt in 2020 höchstens 71,48 EUR (1,525 % aus 4.687,50 EUR) bzw. in Sachsen 48,05 EUR (1,025 % aus 4.687,50 EUR). Der Beitragszuschlag für Kinderlose wird nicht bezuschusst.

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