Innovative Formen der Arbei... / 1.5 Workshops

Workshops sind Sitzungen von je nach Bedarf und Thema unterschiedlichen Mitarbeitern zu Themen betrieblicher Fragen, Problemlösungen und Strategien. Grundeinstellungen wie: "Die Leute sollen nicht herumsitzen und reden, sondern arbeiten", gehören in modernen Betrieben zur Vergangenheit. Betriebliche Workshops werden zur Analyse von Prozessen, zum Suchen nach geeigneten Strategien und zum Optimieren von Produktions- und Arbeitsprozessen eingesetzt.

Workshops eignen sich beispielsweise zum

  • Identifizieren betrieblicher Verschwendungen.
  • Entwickeln von Methoden zum Abbau betrieblicher Verschwendungen.
  • Verbessern von Maßnahmen zur Umsetzung des Qualitätsmanagements.
  • Sammeln von innovativen und neuen Ideen.
  • Reflektieren über bestehende Arbeitsabläufe.
  • Initiieren und Begleiten von Reorganisationsprozessen.
  • Definieren und Aktualisieren von Firmenleitbildern.
  • Festlegen und Umsetzen aller betrieblichen Ziele und Maßnahmen.

Durch betriebliche Workshops werden Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse einbezogen. Dadurch gewinnen sie einen besseren Überblick über Gesamtprozesse und Ziele und sie übernehmen dadurch auch mehr Verantwortung. Mitarbeiter, die in Entscheidungsprozesse einbezogen sind und mehr Verantwortung tragen, können sich leichter mit ihrem Betrieb identifizieren. Sie lernen über den eigenen "Tellerrand hinweg zu schauen" und begreifen sich selbst als einen wichtigen Teil des Ganzen.

Auf der anderen Seite nutzen Betriebe durch Workshops die Fähigkeiten und Informationen ihrer Mitarbeiter optimaler. Workshops haben einen hohen Lerneffekt, weil dadurch für den Betrieb wichtige Kenntnisse und Erfahrungswissen, über das jeder einzelne Mitarbeiter verfügt – ungeachtet der Hierarchien – wechselseitig weitergegeben wird. Dadurch können in manchen Bereichen beispielsweise auch gegenseitige Vertretungen bei Krankheitsfällen leichter übernommen werden.

Die wichtigsten betrieblichen Vorteile durch Workshops sind:

  • Die Mitarbeiter lernen Problemlösungstechniken.
  • Die Förderung der Kommunikations- und Teamfähigkeit.
  • Die Förderung des sach- und arbeitsorientierten Denkens.
  • Da die Erfahrungen mehrerer Personen bei Entscheidungen und Problemlösungen einbezogen werden, reduzieren sich die Fehlentscheidungen.
  • In Arbeitsprozesse einbezogene Mitarbeiter sind motivierte Mitarbeiter.
  • Motivierte Mitarbeiter leisten mehr und haben weniger Fehlzeiten.
  • Betriebe nutzen das Erfahrungswissen ihrer Mitarbeiter, das wegen der hierarchischen Strukturen in der Regel nicht "nach oben" gelangt.
  • Mitarbeiter fühlen sich an Entscheidungen, die sie selbst mit erarbeitet haben, eher gebunden.

In Workshops können mit einem geringen Zeitaufwand auch komplexe Themen bearbeitet werden. Workshops sind diszipliniert arbeitende Gruppen mit bestimmten und klar abgegrenzten Themen. Die Rahmenbedingungen für das Durchführen von effektiven Workshops sind daher besonders wichtig.

Tipps für die praktische Durchführung:

  • Workshops müssen von einem Moderator geleitet werden, der eine Gruppe zielorientiert leiten kann.
  • Workshops sollten nicht länger als 1-2 Stunden dauern.
  • Damit effektiv gearbeitet werden kann, sollte ein Workshop aus höchstens 12 Personen bestehen.
  • Themenstellung und Aufgaben sollten klar formuliert werden.
  • Komplexere Themen sollten in "bearbeitbare Häppchen" aufgeteilt werden.
  • Alle für die Lösungen wichtigen Experten – alle Mitarbeiter sind für bestimmte Bereiche Experten – sollten beteiligt werden.
  • Innerhalb eines Workshops sollten zu bestimmten Themen 3-4 Arbeitsgruppen gebildet werden, die ihre Ergebnisse in einem Plenum zusammentragen.
  • Ideen, Vorschläge und Ergebnisse sollten übersichtlich auf einem Flip-Chart oder einer Tafel festgehalten werden.
  • Die wichtigsten Ergebnisse sollten schriftlich festgehalten werden.

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