Innere Kündigung / 2 Es gibt nur Verlierer

Als Folge einer inneren Kündigung gibt es nur Verlierer. An erster Stelle bei den Verlierern steht das Unternehmen, denn die innere Kündigung führt zu hohen Folgekosten und langfristig zu sinkender Produktivität. Es werden Mitarbeiter beschäftigt, die ihre Arbeitsleistung nicht mehr in vollem Umfang erbringen. Es muss mit geringerer Leistungsbereitschaft, höheren Fehlzeiten, mangelnder Innovationskraft oder einer eingeschränkten Kundenorientierung dieser Mitarbeiter rechnen. Nur ein Teil der durch innere Kündigung verursachten Schäden ist quantifizierbar.

Zu den Verlierern zählen auch der Vorgesetzte und das betriebliche Umfeld des inneren Emigranten. Der Vorgesetzte muss mit Mitarbeitern arbeiten, deren Leistungsbereitschaft ständig abnimmt. Fehlende Initiative oder Einsatzbereitschaft werden sich auch auf andere Mitarbeiter auswirken. Es kommt zu einer Verschlechterung des Betriebsklimas und einer Demotivation anderer Mitarbeiter. Die Leistungen im Team werden zurückgehen, wenn einzelne sich nicht mehr engagieren oder Dienst nach Vorschrift machen. Auch Kontakte mit externen Personen (z. B. Kunden, Lieferanten), mit denen sich der innere Emigrant einstmals gut zusammen gearbeitet hat, können beeinträchtigt werden.

Schließlich beschränkt sich der Schaden nicht nur auf das Unternehmen. Ein Mitarbeiter, der sich innerlich verabschiedet hat und seine Arbeitsleistung nur noch lustlos und ohne Interesse erbringt, schadet auch sich selbst. Seine Fähigkeiten und Kenntnisse liegen brach, Erfolgserlebnisse bleiben aus. Unzufriedenheit am Arbeitsplatz wirkt sich massiv auf die gesamte Persönlichkeit aus. Auch die Familie und das soziale Umfeld bleiben nicht verschont, wenn Wut und Enttäuschung dorthin übertragen werden. Die "employability" des Mitarbeiters verschlechtert sich mit jedem Monat des inneren Rückzuges.

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