Informationspflichten und A... / 3 Recht auf Information, Zugriff und Berichtigung

Zu den Transparenzpflichten gehört auch das Recht auf Information (Art. 15 Abs. 1 DSGVO). Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob sie betreffende personenbezogene Daten verarbeiten. Weiter können die Betroffenen Informationen über bestimmte Verarbeitungszwecke verlangen, die auch in Art. 13 und 14 DSGVO genannt werden, z. B. die Kategorien personenbezogener Daten, die Empfängern gegenüber offengelegt werden, insbesondere bei Empfängern in Drittländern oder bei internationalen Organisationen, sowie die Dauer der Speicherung.

Der Verantwortliche stellt eine Kopie der personenbezogenen Daten, die Gegenstand der Verarbeitung sind, zur Verfügung. Für alle weiteren Kopien, die die betroffene Person beantragt, kann der Verantwortliche ein angemessenes Entgelt auf der Grundlage der Verwaltungskosten verlangen. Stellt die betroffene Person den Antrag elektronisch, so sind die Informationen in einem gängigen elektronischen Format zur Verfügung zu stellen, sofern sie nichts anderes angibt (Art. 15 Abs. 3 DSGVO). Das Recht auf Erhalt einer Kopie darf die Rechte und Freiheiten anderer Personen nicht beeinträchtigen (Art. 15 Abs. 4 DSGVO).

Im Zusammenhang mit dem Informationsrecht sind auch folgende Rechte der betroffenen Personen zu beachten.

  • Das Recht auf Datenübertragbarkeit, d. h. auf Zugriff auf die Daten in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten (Art. 20 Abs. 1 DSGVO).
  • Das Recht zu verlangen, dass diese Daten direkt einem anderen Verantwortlichen übermittelt werden, sofern die Verarbeitung auf einer Einwilligung oder auf einem Vertrag und die Verarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren erfolgt (Art. 20 Abs. 2 DSGVO).
  • Das Recht, von dem Verantwortlichen zu verlangen, dass er unrichtige personenbezogene Daten unverzüglich berichtigt, allenfalls auch mittels einer ergänzenden Erklärung vervollständigt (Art. 16 DSGVO).

Wichtig: Bei Verstößen gegen die Rechte der Betroffenen werden Geldbußen bis zu 20.000.000 EUR oder im Fall eines Unternehmens von bis zu 4 Prozent seines gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahrs verhängt, je nachdem, welcher der Beträge höher ist (Art. 83 Abs. 5 DSGVO).

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