Informationspflichten und A... / 1.2 Anforderungen für Informationen

Der Verantwortliche hat sicherzustellen, dass seine Auskünfte an die berechtigte Person gelangen, besonders bei mündlicher oder elektronischer Auskunftserteilung. Hat der Verantwortliche begründete Zweifel an der Identität eines Antragstellers auf Datenauskunft, so kann er nach Art. 12 Abs. 6 DSGVO zusätzliche Informationen zur Bestätigung der Identität nachfordern.

Der Verantwortliche muss den betroffenen Personen alle Informationen, die sich auf die Datenverarbeitung beziehen, in präziser, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Form und in einer klaren und einfachen Sprache zu übermitteln. Dies gilt insbesondere für Informationen, die sich speziell an Kinder richten.

Die Übermittlung der Informationen erfolgt schriftlich oder in anderer Form, gegebenenfalls auch elektronisch. Falls von der betroffenen Person verlangt, kann die Information mündlich erteilt werden, sofern die Identität der betroffenen Person in anderer Form nachgewiesen wurde (Art. 12 Abs. 1 DSGVO). Die Informationen, die den betroffenen Personen zu übermitteln sind, können in Kombination mit standardisierten Bildsymbolen bereitgestellt werden. Werden die Bildsymbole in elektronischer Form dargestellt, müssen sie maschinenlesbar sein (Art. 12 Abs. 7 DSGVO).

Informationen für die Betroffen sollten auf Anfrage innerhalb eines Monats erteilt werden und unentgeltlich sein (Art. 12 Abs. 3 DSGVO). Ist eine Auskunft nicht in dieser Frist möglich, unterrichtet der Verantwortlich die betroffene Person ohne Verzögerung, spätestens aber innerhalb eines Monats nach Eingang des Antrags über die Gründe hierfür und über die Möglichkeit, bei einer Aufsichtsbehörde Beschwerde einzulegen oder einen gerichtlichen Rechtsbehelf einzulegen (Art. 12. Abs. 4 DSGVO).

Bei offenkundig unbegründeten Anfragen oder bei häufiger Wiederholung kann man ein angemessenes Entgelt verlangen für Verwaltungskosten oder sich weigern, aufgrund des Antrags tätig zu werden (Art. 12 Abs. 5 DSGVO).

Der Verantwortliche teilt allen Empfängern, denen personenbezogenen Daten offengelegt wurden, jede Berichtigung oder Löschung der personenbezogenen Daten oder eine Einschränkung der Verarbeitung mit, es sei denn, dies erweist sich als unmöglich oder ist mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden (Art 19 DSGVO).

 
Wichtig

Bei Änderung des Verarbeitungszwecks ist vorherige Information erforderlich

Beabsichtigt der Verantwortliche, die personenbezogenen Daten für einen anderen Zweck weiterzuverarbeiten als den, für den die personenbezogenen Daten erhoben wurden, so stellt er der betroffenen Person vor dieser Weiterverarbeitung Informationen über diesen anderen Zweck und alle anderen maßgeblichen Informationen zur Verfügung (Art. 13 Abs. 3 DSGVO und Art. 14 Abs. 4 DSGVO).

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge