Hospitant
  

Begriff

Ein Hospitant ist ein Arbeitnehmer oder Beamter, der zur Fortbildung in einer anderen Arbeits- oder Dienststelle eingesetzt wird. Das "reguläre" Beschäftigungsverhältnis und die Bezüge daraus werden durch das Hospitieren nicht beeinträchtigt.

Die Einkünfte des Hospitanten unterliegen der Lohnsteuerpflicht.

Sozialversicherungs- und Beitragspflicht besteht, wenn der Arbeitnehmer während der Hospitation fortlaufend beschäftigt ist und Arbeitsentgelt erhält. Ein Beamter ist auch während einer Hospitation weiterhin sozialversicherungsfrei.

Hospitanten im engeren rechtlichen Sinne der Spitzenverbände der Sozialversicherung sind Personen, die lediglich als Gast in einem Betrieb sind, um Kenntnisse über betriebliche Abläufe zu erlangen oder zu vertiefen. Sie verrichten dabei keine Arbeit von wirtschaftlichem Wert und werden nicht in den Betrieb eingegliedert. Es handelt es sich bei dieser Hospitation nicht um eine Beschäftigung im Sinne der Sozialversicherung. Folglich besteht in diesen Fällen keine Versicherungspflicht als Arbeitnehmer.

 

Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Lohnsteuer: Zu lohnsteuerpflichtigen Einkünften siehe § 19 EStG.

Sozialversicherung: Die Beitragspflicht des Arbeitsentgelts ergibt sich aus § 14 SGB IV und der Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV). Der besondere Status noch nicht beschäftgter Hospitanten ist in der Gemeinsamen Verlautbarung der Spitzenorganisationen der Sozialversicherung zur versicherungsrechtlichen Beurteilung von beschäftigten Studenten und Praktikanten vom 23.11.2016 (GR v. 23.11.2016-II) dargelegt.

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