Hinzuverdienst / 2.3.1 Rente wegen voller Erwerbsminderung

Die Hinzuverdienstgrenze bei Renten wegen voller Erwerbsminderung beträgt 6.300 EUR im Jahr, auch im Jahr 2020.

 
Praxis-Beispiel

Hinzuverdienstgrenze bei vollen Erwerbsminderungsrenten

Eine volle Erwerbsminderungsrente beginnt am 1.1.2021 und beträgt 1.000 EUR brutto. Daneben wird das ganze Jahr eine Beschäftigung mit einem monatlichen Arbeitsentgelt von 525 EUR ausgeübt. Im August 2021 wird eine Einmalzahlung von 1.200 EUR gewährt.

Ergebnis: Mit dem laufenden Arbeitsentgelt wäre die Hinzuverdienstgrenze von 6.300 EUR (12 x 525 EUR) eingehalten. Mit dem einmalig gezahlten Arbeitsentgelt wird sie allerdings um 1.200 EUR überschritten. Dieser überschießende Betrag ist auf Monatsbasis umzurechnen, indem er durch 12 geteilt wird (1.200 EUR : 12 = 100 EUR). Davon werden 40 % auf die Vollrente angerechnet, d. h. 40 EUR. Das Ergebnis ist eine monatliche anteilige volle Erwerbsminderungsrente von 960 EUR (1.000 EUR – 40 EUR).

Hinzuverdienstdeckel (auch in den Jahren 2020 und 2021 zu prüfen)

Übersteigt die anteilige volle Erwerbsminderungsrente nach dem ersten Schritt (40 % Anrechnung) zusammen mit 1/12 des kalenderjährlichen Hinzuverdienstes den monatlichen Hinzuverdienstdeckel, kommt es zu einer weiteren Anrechnung. Der Betrag über dem Deckel wird zu 100 % auf die verbliebene anteilige volle Erwerbsminderungsrente angerechnet.

Der Hinzuverdienstdeckel ist ein Monatswert und wird im Grundsatz wie bei Altersrenten bestimmt, d. h. unter Heranziehung der höchsten Entgeltpunkte eines Kalenderjahres, die innerhalb eines Betrachtungszeitraums von 15 Kalenderjahren vor Eintritt der Erwerbsminderung liegen.[1]

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