Hinzuverdienst / 2.2.4 Einkommensänderungen

Ändert sich der kalenderjährliche Hinzuverdienst um mehr als 10 % (+/-), hierzu zählt auch ein Hinzutritt eines Hinzuverdienstes nach Rentenbeginn oder ein Wegfall eines Hinzuverdienstes, kann unterjährig auf Antrag eine neue Prognose erstellt und die Rente angepasst werden. Die Rente kann dadurch flexibel an die persönliche Situation angepasst werden. Zudem wird verhindert, dass erst bei der späteren Spitzabrechnung eine umfassende Korrektur erfolgt. Das gilt entsprechend, wenn der Hinzuverdienst wegfällt.

 
Praxis-Beispiel

Wegfall von Hinzuverdienst

Prognostizierter Jahresverdienst bei 72.000 EUR (6.000 EUR/Monat). Bruttorente beträgt 1.900 EUR. Ab 1.1.2020 wird eine monatliche Teilrente von 986,33 EUR gezahlt. Ab 1.6.2020 fällt der Hinzuverdienst weg.

Ergebnis: Der Jahreshinzuverdienst vermindert sich um mind. 10 %, da er von 72.000 EUR auf 30.000 EUR sinkt (6.000 EUR x 5 Monate). Ab 1.6.2020 wird eine Vollrente gezahlt, da die Hinzuverdienstgrenze von 44.590 EUR nicht überschritten ist. Zum 1.7.2021 erfolgt die Spitzabrechnung für das Jahr 2020 und es kommt zu einer Nachzahlung für die Monate 1/2020 bis 5/2020 von 4.568,35 EUR (5 Monate x 913,67 EUR [1.900 EUR – 986,33 EUR]).

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