Steuerpflichtige Beiträge sind grundsätzlich individuell nach den ELStAM des Arbeitnehmers zu versteuern. Unter folgenden Voraussetzungen kann die Lohnsteuer für steuerpflichtige Beiträge vom Arbeitgeber mit 20 % pauschaliert werden:[1]

  • Es muss sich um eine Gruppenunfallversicherung handeln, in der mindestens 2 Arbeitnehmer gemeinsam versichert sind.
  • Der durchschnittliche Beitrag darf je Arbeitnehmer 100 EUR jährlich nicht übersteigen. Für die Prüfung des Höchstbetrags von 100 EUR darf aus dem Beitrag die Versicherungssteuer von 19 % herausgerechnet werden. Eine Vervielfältigung des Betrags, z.  B. in Anlehnung an die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses, ist allerdings nicht zulässig.

Die Pauschalierung mit 20 % ist unter diesen Voraussetzungen auch ohne unmittelbaren Versicherungsanspruch des Arbeitnehmers bei Lohnzufluss im Zeitpunkt der Versicherungsleistungen möglich. Aufgrund der betragsmäßigen Begrenzung (Höchstbetrag von 100 EUR im Zeitpunkt des Lohnzuflusses) ist jedoch davon auszugehen, dass die Pauschalierung in diesen Fällen oftmals nicht angewandt werden kann.

Nach Ansicht der Finanzverwaltung ist in den Fällen der Pauschalierung die 50-EUR-Sachbezugsfreigrenze nicht anzuwenden, da in diesem Fall die Leistungen des Arbeitgebers nicht nach § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG bewertet werden.[2]

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