Gestaltung eines Gesamtverg... / 6.5.2 Aufbau von Wertguthaben

Auf Arbeitszeitkonten können geleistete Arbeitsstunden angesammelt werden. Arbeitszeitkonten können sowohl als "Zeitkonto" wie auch als "Kapitalkonto" geführt werden.

Kurzzeitkonten, die sinnvollerweise in Stunden geführt werden, sind seit Jahrzehnten gebräuchlich. Überstunden werden erfasst, um diese früher oder später vom Mitarbeiter abfeiern zu lassen (Gleitzeitsysteme). Der Personaleinsatz kann nach Bedarf gesteuert werden. So können Guthaben auch im Zuge der Anordnung von Minderarbeit abgebaut werden.

Arbeitszeitkonten bieten jedoch noch mehr Potential. So können neben Überstunden und Überstundenzuschlägen auch folgende Entgeltbestandteile auf das Arbeitszeitkonto eingezahlt werden: Sonderzahlungen, freiwillige Arbeitgeberzuschüsse, Boni, Tantiemen, nicht genommener Urlaub wie auch Entgeltverzichte aus laufender Vergütung, womit Arbeitszeitkonten auch für Unternehmen interessant werden, in denen aufgrund des Vergütungssystems keine Überstunden abgerechnet werden.

Somit können Arbeitszeitkonten durchaus als Alternative zur "klassischen Betrieblichen Altersversorgung" Verwendung finden.

 
Praxis-Beispiel

Auswirkungen eines Entgeltverzichts

Sozialversicherungsrechtliche und steuerrechtliche Auswirkungen eines Entgeltverzichtes in Verbindung mit Arbeitszeitkonten (Lohnsteuerklasse III/0, kirchensteuerpflichtig, Beispielrechnung für 2018)

 
Bruttoeinkommen jährlich 60.000,00 EUR
Lohnsteuer 7.826,00 EUR
Sozialversicherung 11.166,08 EUR
Nettoeinkommen 39.951,41 EUR
Situation nach einem Entgeltverzicht von 5.000 EUR
Bruttoeinkommen jährlich 60.000,00 EUR
Entgeltverzicht 5.000,00 EUR
Lohnsteuer 6.500,00 EUR
Sozialversicherung 10.626,08 EUR
Nettoeinkommen 36.996,42 EUR
Aufwand netto: 2.954,99 EUR

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