Kurzbeschreibung

Dieser Rechner ermittelt den geldwerten Vorteil für die private Nutzung von betrieblichen Fahrzeugen eines Arbeitnehmers. Sowohl lohnsteuer- als auch sozialversicherungsrechtlich werden die 1-%-Regelung und die Fahrtenbuch-Methode verglichen, jeweils mit und ohne Lohnsteuerpauschalierung.

Wichtige Hinweise

Der Rechner ermittelt den geldwerten Vorteil für die private Nutzung betrieblicher Fahrzeuge eines Arbeitnehmers. Sowohl lohnsteuer- als auch sozialversicherungsrechtlich werden die 1-%-Methode und die Fahrtenbuchmethode verglichen. Nach dem Öffnen des Rechners können Sie alle notwendigen Angaben erfassen, u. a.:

  • Entfernung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte,
  • Brutto-Listenpreis,
  • Zuzahlungen des Arbeitnehmers (= Nutzungsentgelte),
  • Zahl der Arbeitstage, an denen das Fahrzeug für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte genutzt wird (0,002-%-Tagespauschale),
  • monatlicher Bruttolohn, Steuerklasse, Kinderfreibeträge sowie Krankenversicherung des Arbeitnehmers.

Steuerförderung für Elektro- bzw. Hybridelektrofahrzeuge

Im Rechner kann ausgewählt werden, ob es sich um ein Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor handelt, oder um ein Fahrzeug mit Elektro- oder Elektrohybridantrieb, für das folgende Steuererleichterungen bei der Berechnung des geldwerten Vorteils berücksichtigt werden[1]:

  • Bei der 1-%-Methode wird der Listenpreis für Anschaffungen bis 2018 um pauschale Abschläge in Abhängigkeit der Batteriekapazität (kWh) und des Anschaffungsjahrs gekürzt. Wird das E-Fahrzeug zwischen 2019 und 2030 angeschafft, geleast oder erstmals überlassen, wird der Listenpreis nur zur Hälfte angesetzt (= 0,5%-Methode). Bei reinen Elektro-Fahrzeugen ohne CO2-Ausstoß mit einem Listenpreis bis 60.000 EUR[2] wird der Listenpreis ab 2020 nur mit einem Viertel angesetzt (= 0,25%-Methode).
  • Bei der Fahrtenbuchmethode werden dagegen die Anschaffungskosten (und damit die Abschreibungsbeträge) bei Anschaffungen bis 2018 um pauschale Abschläge gekürzt. Wird das E-Fahrzeug zwischen 2019 und 2030 angeschafft, geleast oder erstmals überlassen, werden die AfA-Beträge nur zur Hälfte angesetzt (= 0,5%-Methode) und bei reinen E-Dienstwagen ohne CO2-Ausstoß mit einem Listenpreis bis 60.000 EUR ab 2020 nur zu einem Viertel (= 0,25%-Methode). Bei Leasingfahrzeugen treten an die Stelle der AfA die monatlichen Leasingraten. Es gelten dieselben Vergünstigungen wie bei der AfA, d.h. die Leasingraten können Sie entsprechend nur zu 50 % bzw. zu 25 % berücksichtigen.

Bei Hybrid-Elektrofahrzeugen (sog. Plug-in-Hybride) müssen für den 50-%-Ansatz bestimmte Anforderungen erfüllt sein, die mit den Jahren steigen. Die Anforderungen können über die Hilfebuttons im Rechner aufgerufen werden.

Hinweis

Hinweise zur Umsatzsteuer

  1. (Hybrid-)Elektrofahrzeuge: Die Ermäßigung für Elektrofahrzeuge und Hybridelektrofahrzeuge gilt nicht bei der Umsatzsteuer.
  2. Befristete USt-Senkung im Zeitraum vom 1.7.-31.12.2020 von 19 % auf 16 %:

    1. Bruttolistenpreis: Wurde der Dienstwagen im 2. Halbjahr 2020 erstmals zugelassen, ist bei der Ermittlung des Bruttolistenpreises der im Zeitpunkt der Erstzulassung gültige USt-Satz von 16 % im Eingabefeld "Brutto-Listenpreis Kfz" zu berücksichtigen.
    2. Fahrtenbuchmethode: Bei der Fahrtenbuchmethode ist eine jahresbezogene Betrachtung für das Jahr 2020 aufgrund der unterschiedlichen USt-Sätze von 19 % (1.1.-30.6.2020) und 16 % (1.7.-31.12.2020) in diesem Rechner nur bedingt möglich. Für die Ermittlung des individuellen km-Satzes und folglich für den monatlichen geldwerten Vorteils für die private Nutzung wird die Summe der jährlichen Kosten inkl. USt herangezogen. Aufgrund der USt-Senkung muss eine Aufteilung in die beiden Jahreshälften (1. Jahreshälfte mit 19 % USt und 2. Jahreshälfte mit 16 % USt) vorgenommen werden.

Details zu den Berechnungen der Umsatzsteuer finden Sie in der "Hilfe" (= Fragezeichen-Symbol) oben rechts im Rechner.

Steuerpflichtige Fahrräder und E-Bikes

Auch Fahrräder und E-Bikes können mit dem Rechner abgebildet werden:

  • Steuer- und beitragspflichtige Überlassung von Fahrrädern und "kleinen" E-Bikes in den Fällen der Entgeltumwandlung[3]: Wählen Sie die Antriebsart "Elektroantrieb" aus und geben Sie anstelle des Brutto-Listenpreises die unverbindliche Preisempfehlung im Zeitpunkt der Inbetriebnahme (einschl. USt) an. Da bei diesen Fahrrädern kein Zuschlag für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte anfällt, tragen Sie in das Feld "Entfernung Wohnung - erste Tätigkeitsstätte" eine "0" ein.
  • Steuer- und beitragspflichtige Überlassung von "großen" E-Bikes (sog. S-Pedelecs mit Kennzeichen- und Versicherungspflicht): Da diese Art von E-Bikes als Kfz eingestuft wird, erfolgt die Bewertung des geldwerten Vorteils aus der Überlassung nach den allgemeinen Grundsätzen der Dienstwagenbesteuerung. Auch hier können Sie die Bonusregelungen für E-Fahrzeuge berücksichtigen (0,25%-Methode), indem Sie die Antriebsart "Elektroantrieb" auswählen.
[1]

Details zu den Sonderregelungen für Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge s. Dienstwagen in der Entgeltabrechnun...

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