Führung des Lohn- und Gehal... / 1.4 Sammellohnkonto für pauschal besteuerte Leistungen

Eine Sonderform des Lohnkontos stellt das Sammellohnkonto dar, das für bestimmte pauschal besteuerte Leistungen geführt werden kann. Dabei werden für alle oder mehrere Arbeitnehmer die Gesamtbeträge von pauschal besteuerten Bezügen und der pauschalen Lohnsteuer aufgezeichnet.

Zulässig ist ein Sammellohnkonto in folgenden Fällen:

  • wenn die Lohnsteuer pauschal für eine größere Anzahl von Fällen nacherhoben wird,
  • bei der pauschalversteuerten Mahlzeitengewährung durch den Arbeitgeber. Hierunter fällt nicht die Arbeitnehmerbewirtung anlässlich von Auswärtstätigkeiten,
  • bei pauschal besteuerten Zuwendungen anlässlich von Betriebsveranstaltungen,
  • bei pauschalversteuerten Erholungsbeihilfen.

In das Sammellohnkonto müssen folgende Angaben eingetragen werden:

  • Summe der insgesamt jeweils geleisteten Bezüge,
  • Zahl der Arbeitnehmer, welche die entsprechenden Bezüge erhalten haben,
  • die pauschale Lohn- und Kirchensteuer sowie der Solidaritätszuschlag und
  • der Tag der Zahlung.

Außerdem muss das Sammellohnkonto einen Hinweis auf die Berechnungsunterlagen enthalten sowie Angaben, wo die Zahlungsbelege abgelegt sind.

 

Wichtig

Unzulässigkeit des Sammelkontos bei Lohnsteuer-Pauschalierung

Das Sammellohnkonto ist nicht zulässig für Aushilfskräfte und Teilzeitbeschäftigte, deren Arbeitslohn pauschal besteuert wird. Jedoch muss der Arbeitgeber in diesen Fällen die strengen Aufzeichnungsverpflichtungen nicht beachten.

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