Frotscher/Geurts, EStG § 5 ... / 6.1 Bedeutung der Passivpositionen
 

Rz. 266

Während die Aktivseite der Bilanz die im Unternehmen eingesetzten Vermögenswerte enthält und damit ausweist, wie die im Unternehmen eingesetzten Mittel verwendet werden, zeigt die Passivseite mit der Darstellung des Eigen- und Fremdkapitals die Herkunft der im Unternehmen eingesetzten Mittel.

Die Positionen auf der Passivseite werden unterschieden in Eigenkapital, d. h. die vom Kaufmann selbst zur Verfügung gestellten Mittel, und Fremdkapital, also die von dritter Seite dem Unternehmen zugeführten Vermögenswerte.

Aus steuerlicher Sicht kommt dabei dem Eigenkapital, das rechnerisch entsteht aus der Differenz zwischen Aktivvermögen und Fremdkapital, besondere Bedeutung zu. Der Gewinn einer Wirtschaftsperiode, der in Form der Einkünfte aus Gewerbebetrieb nach § 2 der ESt unterliegt, wird ermittelt durch einen Vergleich des am Ende der Periode im Unternehmen vorhandenen Eigenkapitals mit dem am Anfang der Periode vorhandenen (Vermögensvergleich, vgl. § 4 Rz. 150). Nach der Korrektur dieser Vermögensänderung (Vermögenszuwachs oder -minderung) um außerbetriebliche Vermögenszugänge und -abgänge (Einlagen und Entnahmen) stellt die Differenz den betrieblichen Erfolg der Wirtschaftsperiode und damit den steuerlich zu erfassenden Betrag dar.

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