Frotscher/Geurts, EStG § 42... / 1.1 Entstehungsgeschichte
 

Rz. 1

§ 42d Abs. 1 bis 5 EStG ist durch das Einkommensteuerreformgesetz v. 5.8.1974[1] in das EStG eingefügt worden. Die Vorschrift trat an die Stelle des § 38 Abs. 4 a. F. i. V. m. § 46 LStDV 1971. Die LSt-Haftung des Arbeitgebers neben der Steuerschuldnerschaft des Arbeitnehmers findet sich erstmals in § 50 EStG 1920 v. 29.3.1920.[2]

 

Rz. 2

Die wesentlichen Neuerungen des § 42d EStG sind

 

Rz. 3

§ 42d Abs. 6 bis 8 EStG, die die Haftung des Entleihers im Fall einer Arbeitnehmerüberlassung enthalten, sind durch das Steuerbereinigungsgesetz 1986 v. 19.12.1985[3] eingefügt worden. Gegenwärtig ist § 42d i. d. F. des 1. SGB III-ÄndG v. 16.12.1997[4] anzuwenden. Der Gesetzgeber hat damit die Verweisung in § 42d Abs. 6 S. 2 auf § 10 AFG gestrichen. Eine entsprechende Regelung ist im SGB III – Arbeitsförderung – nicht enthalten.

 

Rz. 3a

§ 42d Abs. 9 EStG, der die Haftung Dritter betrifft, die die Pflichten eines Arbeitgebers nach § 38 Abs. 3a EStG zu erfüllen haben, ist durch das Steueränderungsgesetz 2003 v. 15.12.2003[5] eingefügt worden. Er gilt ab 1.1.2004.

 

Rz. 3b

Ín § 42d Abs. 2 EStG wurde der Verweis geändert m. W. v. 1. 1. 2012 durch G. v. 7.12.2011.[6] § 42d Abs. 6 S. 1 und 2 wurden geändert m. W. v. Vz 2013 durch G. v. 26.6.2013.[7]

[1] BGBl I 1974, 1769.
[2] RGBl I 1920, 359.
[3] BGBl I 1985, 2436.
[4] BGBl I 1997, 2970.
[5] BGBl I 2003, 2645.
[6] BGBl I 2011, 2592.
[7] BGBl I 2013, 1809.

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