Frotscher/Geurts, EStG § 37... / 4.3.2 Verlustabzug
 

Rz. 67

Eine Minderung der voraussichtlichen ESt kann sich auch aus einem Verlustabzug ergeben. Soweit es sich um einen Verlustvortrag handelt, ist die Herabsetzung unproblematisch, da die Höhe des Abzugs aufgrund der gesonderten Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags aus einem Vorjahr für das Abzugsjahr feststeht. Problematisch ist dagegen die Herabsetzung der Vorauszahlungen, wenn sie aufgrund eines zu erwartenden Verlustrücktrags begehrt wird. Der Stpfl. muss die Gründe der Herabsetzung lediglich glaubhaft machen. Entsprechend den Ausführungen zur Heraufsetzung kann das FA daher nicht das Einreichen einer Steuererklärung von ihm verlangen. Da im Verlustentstehungsjahr aber zunächst ein Ausgleich mit anderen Einkünften vorzunehmen ist, diese aber noch nicht feststehen, wird der Stpfl. vor Ablauf des Verlustjahrs einen verbleibenden Verlust nur dann der Höhe nach glaubhaft machen können, wenn es sich um seine einzigen Einkünfte handelt. Hierzu muss er dem FA zumindest einen Zwischenabschluss, eine betriebswirtschaftliche Auswertung o. Ä. vorlegen. Nach Ablauf des Verlustjahrs muss der Stpfl. die Frist des Abs. 3 S. 3 beachten, um noch eine Herabsetzung verlangen zu können. Regelmäßig wird die Stundung der Vorauszahlungen der einfachere Weg sein.[1]

[1] Orth, FR 1983, 545; Orth, FR 1984, 241; Horlemann, BB 1984, 1218.

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