Rz. 175

Nach § 13a Abs. 7 S. 3 EStG sind die Wirtschaftsgüter i. S. d. § 13a Abs. 7 S. 1 Nr. 1 Buchst. a EStG unter Angabe des Tags der Anschaffung oder Herstellung und der Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder des an deren Stelle getretenen Werts in besondere, laufend zu führende Verzeichnisse aufzunehmen. Die Führung des Verzeichnisses nach § 13a Abs. 7 S. 3 EStG bedarf keiner bestimmten Form. Da Sondergewinne nach § 4 Abs. 3 EStG zu ermitteln sind, gelten auch die Aufzeichnungspflichten nach § 4 Abs. 3 S. 5 EStG.[1] § 13a Abs. 7 S. 3 EStG gilt nur für die in § 13a Abs. 7 S. 1 Nr. 1 Buchst. a EStG genannten Wirtschaftsgüter, nicht aber für die i. S. d. § 13a Abs. 7 S. 1 Nr. 1 Buchst. b EStG. Insoweit findet dann aber § 4 Abs. 3 S. 5 EStG Anwendung.[2] Bei der Ermittlung des Gewinns aus der forstwirtschaftlichen Nutzung ist nach den Grundsätzen des BMF-Schreibens v. 16.5.2012[3] zu verfahren.[4] Unberührt von § 13a Abs. 7 S. 3 und § 4 Abs. 3 S. 5 EStG bleiben Aufzeichnungspflichten nach anderen steuerlichen oder außersteuerlichen Vorschriften.[5]

 

Rz. 176

Die Führung des Verzeichnisses nach § 13a Abs. 7 S. 3 EStG ist keine materiell-rechtliche Voraussetzung für die Absetzung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten.[6] Die Regelung dient lediglich der Beweiserleichterung. Fehlt es an den erforderlichen Aufzeichnungen, sind die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und die Buchwerte zu schätzen. Entsprechendes gilt auch im Rahmen von § 4 Abs. 3 S. 5 EStG.

[1] Kanzler, DStZ 2015, 375.
[2] Kanzler, in Leingärtner, Besteuerung der Landwirte, Kap. 26 Rz. 163.
[6] Kanzler, in Leingärtner, Besteuerung der Landwirte, Kap. 26 Rz. 167.

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