Vor Ablauf der Wartefrist kann kein Arbeitsverhältnis eingegangen werden. Danach ist die Erlaubnis der Ausländerbehörde sowie die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erforderlich, die eine Arbeitsbedingungsprüfung durchführt. Ab dem 49. Monat gilt der freie Zugang zur Beschäftigung. Zum 1.1.2020 ist die Beschäftigungsduldung eingeführt worden. Diese soll erteilt werden, wenn jemand u. a. bereits seit 18 Monaten einer Beschäftigung im Umfang von mindestens 35 Stunden/Woche bzw. Alleinerziehende 20 Stunden/Woche nachgeht, die in den vergangenen 12 Monaten den Lebensunterhalt vollständig gesichert hat, seit mindestens 12 Monaten im Besitz einer Duldung ist und die Identität geklärt ist.[1] Die Beschäftigungsduldung wird für 30 Monate erteilt, im Anschluss ist die Erlangung einer Aufenthaltserlaubnis möglich.

 
Hinweis

Sonderfall Arbeitnehmerüberlassung

Ein Sonderfall des Arbeitsverhältnisses stellte bislang die Leiharbeit dar, deren Ausübung während des Zeitraums, in der eine Vorrangprüfung durchzuführen gewesen ist, nicht möglich war.[2] Seit dem 6.8.2019 ist eine Tätigkeit als Leiharbeitnehmer nach Ablauf der Wartefrist durch die Abschaffung der Vorrangprüfung generell möglich.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge