Flexirentengesetz: Beschäft... / 2.2.2 Einkommensänderungen

Auf Antrag kann unterjährig eine neue Prognose erstellt und die Rente angepasst werden, wenn sich der kalenderjährliche Hinzuverdienst um mehr als 10 % (+/-) verändert. Dies gilt auch bei Hinzutritt eines Hinzuverdienstes nach Rentenbeginn oder bei Wegfall eines Hinzuverdienstes. Durch eine Prognoseanpassung kann die Rente flexibel an die persönliche Situation angepasst werden und es wird verhindert, dass erst bei der späteren Spitzabrechnung eine umfassende Korrektur erfolgt.

 
Praxis-Beispiel

Änderung von Hinzuverdienst

Prognostizierter Brutto-Jahresverdienst 72.000 EUR (6.000 EUR/Monat). Die Bruttorente beträgt 2.000 EUR. Ab 1.1.2020 wird eine Teilrente von 1.086,33 EUR gezahlt. Ab 1.6.2020 vermindert sich der Hinzuverdienst auf 3.000 EUR/Monat.

Ergebnis: Der Jahreshinzuverdienst vermindert sich um mindestens 10 %, da er von 72.000 EUR auf 51.000 EUR sinkt (6.000 EUR x 5 Monate + 3.000 EUR x 7 Monate), er liegt aber immer noch über 44.590 EUR. Ab 1.6.2020 wird die Teilrente entsprechend angepasst und beträgt nun monatlich 1.786,33 EUR. Zum 1.7.2021 erfolgt die Spitzabrechnung für das Jahr 2020 und es kommt zu einer Nachzahlung für die Monate 1/2020 bis 5/2020 von 3.500 EUR (5 x 700 EUR [1.786,33 EUR – 1.086,33 EUR]).

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