Feststellungsverfahren bei Gesellschafterwechsel
 

Kommentar

Veränderungen im Gesellschafterbestand einer Personengesellschaft , z. B. KG, führen nicht zu deren Beendigung, sondern lediglich zur Miteinbeziehung der neuen Gesellschafter in das Feststellungsverfahren. Den Feststellungszeitraum lassen sie unberührt. Das bedeutet, daß auch in den Fällen eines Gesellschafterwechsels während des Wirtschaftsjahres nur eine einheitliche Gewinnfeststellung für das ganze Wirtschaftsjahr durchzuführen ist. Dementsprechend ist auch kein Rumpfwirtschaftsjahr ( § 8 b EStDV ) zu bilden. Ausnahmen von der Durchführung eines einheitlichen Gewinnfeststellungsverfahrens sind jedoch zulässig, wenn in einem Einzelfall Anhaltspunkte dafür gegeben sind, daß durch eine das ganze Wirtschaftsjahr umfassende einheitliche Gewinnfeststellung das Steuergeheimnis verletzt werden könnte.

 

Link zur Entscheidung

BFH, Urteil vom 07.02.1995, VIII R 36/93

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