Fahrten Wohnung - Tätigkeit... / 2.5.2 Einseitige Fahrgemeinschaft

Setzt bei einer Fahrgemeinschaft nur ein Teilnehmer sein Fahrzeug ein, kann er die Entfernungspauschale ohne Begrenzung auf den Höchstbetrag von 4.500 EUR für seine Entfernung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte geltend machen. Umwegstrecken für die Abholung der Mitfahrer dürfen in die Entfernungsberechnung nicht einbezogen werden.

Entfernungspauschale auch für Mitfahrer

Den Mitfahrern wird gleichfalls die Entfernungspauschale gewährt. Die Berechnung erfolgt getrennt für jeden einzelnen Mitfahrer nach dessen kürzester Straßenverbindung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Außerdem ist der fiktive Werbungskostenabzug beim Mitfahrer nach der Entfernungspauschale begrenzt auf den Höchstbetrag von 4 500 EUR.

 

Praxis-Beispiel

Entfernungspauschale bei einseitiger Fahrgemeinschaft

Die Arbeitnehmer A, B und C, alle wohnhaft in Freiburg, sind beim selben Arbeitgeber in Karlsruhe (kürzeste Straßenverbindung 150 km) beschäftigt. Sie bilden eine Fahrgemeinschaft in der Weise, dass A seine beiden Kollegen arbeitstäglich abholt und mitnimmt, insgesamt an 220 Arbeitstagen.

Ergebnis: Die Entfernungspauschale steht jedem Arbeitnehmer gleichermaßen zu, auch den beiden Mitfahrern. Es ergibt sich bei Fahrgemeinschaften für alle Arbeitnehmer derselbe Kostenabzug für die täglichen Fahrten zum Betrieb. Allerdings ist aufgrund der großen Entfernung bei den Mitfahrern B und C die Obergrenze von 4.500 EUR zu beachten. Im Einzelnen ergeben sich folgende fiktiven Werbungskosten:

 
Arbeitnehmer A: 220 Tage × 150 km × 0,30 EUR = 9.900 EUR 9.900 EUR
Arbeitnehmer B: 220 Tage × 150 km × 0,30 EUR = 9.900 EUR; max. 4.500 EUR
Arbeitnehmer C: 220 Tage × 150 km × 0,30 EUR = 9.900 EUR; max. 4.500 EUR

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