Fahrten Wohnung - Tätigkeit... / 2.4.2 Höchstbetrag von 4.500 EUR beachten

Nach der anteiligen Zurechnung der maßgebenden Gesamtentfernung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte auf die verschiedenen Teilstrecken, ist die 4.500-EUR-Obergrenze für die auf öffentliche Verkehrsmittel entfallende Wegstrecke zu beachten:

  • Aus diesem Grund ist zunächst die betragsmäßig unbegrenzte Entfernungspauschale für die Teilstrecke zu ermitteln, die der Arbeitnehmer mit dem eigenen oder zur Nutzung überlassenen Pkw zurücklegt.
  • Anschließend ist die (auf 4.500 EUR begrenzte) Entfernungspauschale für die Teilstrecke zu berechnen, für die der Arbeitnehmer öffentliche Verkehrsmittel benutzt.
  • Beide Beträge zusammen ergeben die anzusetzende Entfernungspauschale, sodass auch in Mischfällen ein höherer Betrag als 4.500 EUR als Werbungskosten angesetzt werden kann.
 

Praxis-Beispiel

Entfernungspauschale bei Park & Ride

Ein Arbeitnehmer mit 220 Arbeitstagen fährt arbeitstäglich zunächst mit seinem Pkw 30 km bis zum Bahnhof und von dort mit der Bahn 100 km zu seiner ersten Tätigkeitsstätte. Die kürzeste Straßenverbindung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte beträgt 110 km.

Ergebnis: Ohne Berücksichtigung der 4.500-EUR-Obergrenze würden sich im Kalenderjahr für die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte folgende Werbungskosten ergeben: 220 Tage × 110 × 0,30 EUR = 7.260 EUR.

Nur für die Teilstrecke, die auf die tatsächliche Pkw-Nutzung entfällt, darf der Kostenabzug den Betrag von 4.500 EUR übersteigen.

 
Entfernungspauschale Nutzung Pkw: 220 Tage × 30 × 0,30 EUR 1.980 EUR
Entfernungspauschale Nutzung Bahn: 220 Tage × 80 km × 0,30 EUR = 5.280 EUR; Obergrenze 4.500 EUR
Insgesamt abzugsfähige Werbungskosten 6.480 EUR

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