Fahrten Wohnung - erste Tät... / 2.4 Entfernungspauschale auch bei öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Höhe der tatsächlichen Aufwendungen ist für den Ansatz der Pauschale und damit für die Höhe des Werbungskostenabzugs unbeachtlich.[1] Sie gilt unabhängig davon, ob der Weg zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte

  • mit einem Kraftfahrzeug,
  • mit einem öffentlichen Verkehrsmittel,
  • mit einem Fahrrad oder
  • zu Fuß zurückgelegt wird.

Die gesetzliche Pauschale von 0,30 EUR gilt deshalb auch für Benutzer des öffentlichen Personennahverkehrs.[2]

Ein weitergehender Kostenabzug i. H. d. nachgewiesenen tatsächlichen Aufwendungen für die Fahrausweise ist zulässig, wenn diese über dem Betrag liegen, der nach den Regeln der Entfernungspauschale als Werbungskosten abzugsfähig ist. Der Werbungskostenabzug höherer tatsächlicher Kosten für öffentliche Verkehrsmittel wird ausdrücklich zugelassen.[3] Nicht zu den öffentlichen Verkehrsmitteln zählen normale, im Gelegenheitsverkehr eingesetzte Taxis. Anders verhält es sich, wenn Taxis ausnahmsweise im Linienverkehr nach Maßgabe der genehmigten Nahverkehrspläne verkehren und dann auch in den genehmigten Nahverkehrsplänen enthalten sind.[4] Hierunter fallen Taxis, die zur Verdichtung, Ergänzung oder zum Ersatz anderer öffentlicher Verkehrsmittel, insbesondere nachts oder während anderer Zeiten schwacher Nachfrage, als Ruf-, Sammel- oder Nachttaxis im genehmigten Linienverkehr eingesetzt sind. Dies zeigt sich auch an den nach Maßgabe des Personenbeförderungsgesetzes erhobenen Entgelten, die sich nur durch einen geringen Aufschlag gegenüber dem normalen Fahrpreis unterscheiden.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge