Fachdossier: Referenzschrei... / 1.2 Die schriftliche Referenz

Referenzen zur Aushändigung an den Arbeitnehmer

Bereits die Namen "Letter of Reference" und "Letter of Recommendation" zeigen: Es handelt sich hier um schriftliche Referenzen in Briefform. Eine solche Referenz kann für eine spezielle Bewerbung erstellt und an den Verantwortlichen beim potenziellen Arbeitgeber adressiert sein: ‹Dear Mr. Smith›. Sie kann aber auch grundsätzlich für Bewerbungen des Arbeitnehmers erstellt und entsprechend adressiert sein: "Dear Sir/Madam:" oder "To Whom It May Concern:". Diese beiden Formen der schriftlichen Referenz unterscheiden sich tendenziell auch inhaltlich. In einer für eine bestimmte Bewerbung erstellten Referenz kann dargestellt werden, warum der Bewerber die ideale Besetzung für die angestrebte Stelle ist. In einer grundsätzlich für Bewerbungen des Arbeitnehmers erstellten Referenz bleibt die Darstellung allgemeiner. Um zwischen diesen beiden Formen der schriftlichen Referenz zu unterscheiden, werden in manchen Publikationen die an einen speziellen Adressaten gerichteten Referenzen als Letter of Recommendation bezeichnet, während Referenzen ohne speziellen Adressaten als Letter of Reference bezeichnet werden.

 
Achtung

Abgrenzung

Meist ist ein Letter of Reference an alle Leser gerichtet, ein Letter of Recommendation hingegen an einen bestimmten Adressaten,.Beide Formen der Referenz werden auch als Testimonial bezeichnet. Eine allgemein anerkannte Abgrenzung zwischen diesen Begriffen gibt es in der Praxis aber nicht.

Vorteile schriftlicher Referenzen

Differenzierte und aussagekräftige schriftliche Referenzen, wie sie manche Arbeitgeber durchaus ausstellen, können bei Bewerbungen von großem Vorteil sein. Eine wichtige Rolle spielt die schriftliche Referenz in der Weltsprache Englisch bei internationalen Bewerbungen, wenn Sprachbarrieren oder organisatorische Schwierigkeiten das direkte Gespräch erschweren. Sorgfältig ausgearbeitete, ausführliche schriftliche Beurteilungen werden insbesondere im akademischen Bereich ausgestellt, aber vereinzelt auch von Unternehmen, die aufgrund rechtlicher Bedenken nur schriftliche Referenzen ausstellen und darüber hinausgehende mündliche Auskünfte verweigern.

Schriftliche Referenzen zur Vorbereitung eines Gesprächs

Schriftliche Referenzen dienen häufig der Vorbereitung eines Gesprächs zwischen Aussteller und Leser. Dementsprechend müssen sie im Gegensatz zum Arbeitszeugnis keine umfassende Beurteilung von Fähigkeiten, Leistungen und Verhalten enthalten und können knapper formuliert sein. Eine kurze Vorstellung des Arbeitnehmers und seiner Tätigkeit sowie eine begründete Empfehlung genügen in diesen Fällen. Die kurze schriftliche Referenz spart dem Aussteller Zeit und erlaubt ihm, später flexibler auf telefonische Anfragen zu reagieren, da er sich schriftlich noch nicht detailliert festgelegt hat. Zugleich gibt sie dem Arbeitnehmer schwarz auf weiß die beruhigende Bestätigung, dass der Aussteller sein berufliches Weiterkommen unterstützt.

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