Essenszuschuss / 2.1 Pauschalbesteuerung nur bei Ansatz des amtlichen Sachbezugswerts

Gewährt der Arbeitgeber Essenszuschüsse zur Einnahme von arbeitstäglichen Mahlzeiten im Betrieb oder betriebsfremden Einrichtungen, entsteht ein steuerpflichtiger Sachbezug, wenn der Arbeitnehmer für seine Mahlzeit weniger als den anteiligen amtlichen Sachbezugswert (3,40 EUR) bezahlt. Da es sich hierbei um regelmäßig wiederkehrende Bezüge handelt, ist die Lohnsteuer grundsätzlich vom laufenden Arbeitslohn und zusammen mit den anderen laufenden Bezügen einzubehalten.

Alternativ kann der geldwerte Vorteil aus Essenszuschüssen mit 25 % pauschal lohnversteuert werden.[1]

 
Hinweis

Sozialversicherungsbeiträge entfallen

Bei Lohnsteuerpauschalierung sind weder Arbeitnehmer- noch Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung zu entrichten. Voraussetzung hierfür ist, dass der Arbeitgeber die Pauschalbesteuerung zeitnah durchführt. Spätester Zeitpunkt ist der 28.2. des Folgejahres, für 2020 also der 28.2.2021.[2]

Pauschalbesteuerung unzulässig, wenn vertragliche Grundlagen fehlen

Die Pauschalierung der Lohnsteuer für den durch die verbilligte oder unentgeltliche Abgabe von Mahlzeiten sich ergebenden geldwerten Vorteil setzt einen Sachbezugswert i. S. d. Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) voraus. Ist die Bewertung mit dem amtlichen Sachbezugswert nicht zulässig, weil mangels vertraglicher Abmachungen von einer Geldleistung des Arbeitgebers auszugehen ist, muss die Lohnsteuer individuell für den einzelnen Arbeitnehmer ermittelt werden.

[2] § 1 Abs. 2 SvEV i. d . F. des 5. SGB IV-Änderungsgesetzes v. 15.4.2015, BGBl 2015 I S. 583.

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