Essenmarke / 2.2 Ansetzung amtlicher Sachbezugswert

Der Wert der Mahlzeit wird nur dann mit dem amtlichen Sachbezugswert und nicht mit dem ausgewiesenen Verrechnungswert angesetzt, wenn

  • tatsächlich Mahlzeiten abgegeben werden,
  • für jede Mahlzeit lediglich eine Essenmarke täglich in Zahlung genommen wird,
  • der Verrechnungswert der Essenmarke den Sachbezugswert um nicht mehr als 3,10 EUR übersteigt (Verrechnungswert 2019 höchstens 6,40 EUR) und
  • die Essenmarken nicht an Arbeitnehmer abgegeben werden, die beispielsweise eine Dienstreise durchführen.

Übersteigt der Wert der Essenmarke den Grenzbetrag von 6,40 EUR im Jahr 2019, ist eine Bewertung mit dem amtlichen Sachbezugswert ausgeschlossen.

 

Praxis-Beispiel

Ermittlung der Beitragspflicht

Ein Arbeitnehmer erhält im Januar 2019 zur Einlösung in einer Gaststätte Essenmarken mit einem Verrechnungswert von 6,50 EUR zum Preis von 3,00 EUR. Der Verrechnungswert der Essenmarken überschreitet den amtlichen Sachbezugswert um mehr als 3,10 EUR (6,50 EUR – 3,00 EUR = 3,50 EUR). Die Mahlzeit wird somit mit 6,50 EUR bewertet.

Ergebnis: Da der Arbeitnehmer nur 3,00 EUR bezahlt, liegt ein beitragsrechtlich relevanter geldwerter Vorteil in Höhe von 3,50 EUR vor. Eine Pauschalversteuerung ist nicht möglich, weil der amtliche Sachbezugswert überschritten wird.

Kein Arbeitsentgelt bei Pauschalversteuerung

Wird der geldwerte Vorteil durch den Arbeitgeber nach § 40 Abs. 2 EStG pauschal versteuert, handelt es sich nicht um Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung.

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