Gruppe Titel Maßnahmen
1 Grundlegende organisatorische Faktoren
1.1 Arbeitsplatzbezogene Unterweisung
    Die Beschäftigten im Rahmen der Unterweisung über die Risiken einer COVID-19-Erkrankung und bestehende Möglichkeiten einer Impfung informieren.
    Gesundheitsgefährdung bzw. erhöhtes Ansteckungsrisiko durch Unterweisungen oder Anleitung, Information und Wirksamkeitskontrolle reduzieren.
    Die Mitarbeiter über die vom RKI ausgegebenen Verhaltensregeln informieren (mehrsprachig): "nicht in die Hände niesen; immer in ein Papiertaschentuch oder Armbeuge niesen oder husten: Papiertaschentücher nutzen und diese sofort entsorgen; häufigeres und richtiges Händewaschen mit Seife über eine Dauer von mind. 30 Sekunden".
    Eine umfassende Kommunikation über die eingeleiteten Präventions- und Arbeitsschutzmaßnahmen zu möglichen Gesundheitsrisiken und getroffenen Schutzmaßnahmen sicherstellen.
    Mit Unterweisungen der Führungskräfte für Handlungssicherheit sorgen (möglichst zentral).
    Schutzmaßnahmen erklären und Hinweise verständlich machen (auch durch Hinweisschilder, Aushänge, Bodenmarkierungen etc.). Die Unterweisung in verständlicher Form und Sprache durchführen.
    Auf die Einhaltung der persönlichen und organisatorischen Hygieneregeln hinweisen: Abstandsgebot, "Hust- und Niesetikette", Handhygiene, PSA.
    Für Unterweisungen die Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der DGUV und der eigenen Unfallversicherung berücksichtigen. Der Betriebsarzt bzw. die Fachkraft für Arbeitssicherheit beraten zur Unterweisung, insbesondere bei besonders schutzbedürftigen Beschäftigten.
    Ersthelfer über Maßnahmen aufgrund des Corona-Risikos informieren: Eigenschutz (z.B. falls verfügbar Atemschutzmaske und Schutzbrille tragen), Abstand halten, wenn es möglich ist, Einhalten der Husten- und Niesetikette und gründliches Händewaschen, Regelungen zur Beatmung mit bzw. ohne Beatmungshilfe (Quelle: DGUV FAQs "Erste Hilfe im Betrieb" in der Corona-Pandemie).
    Arbeitsschutzunterweisungen auch während der Pandemie durchführen und dokumentieren. In der Pandemiesituation elektronische Kommunikationsmittel nutzen, unter Beachtung der Verständnisprüfung und Möglichkeiten von Fragen.
    Bei Vorliegen von Infektionsgefährdungen durch die epidemische Lage erstmalige und wiederkehrende Unterweisungen sowie bei Änderungen durchführen.
    Leiharbeitnehmer durch den Entleiher unterweisen. Unterweisungen der Fremdfirmenmitarbeiter mit den Arbeitgebern der Fremdfirmen abstimmen und die Durchführung sicherstellen.
    Beschäftigte im Homeoffice hinsichtlich einzuhaltender Arbeitszeiten, Arbeitspausen, darüber notwendige Dokumentation, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, Nutzung der Arbeitsmittel (z. B. korrekte Bildschirmposition, möglichst separate Tastatur und Maus, richtige und wechselnde Sitzhaltung und Bewegungspausen) unterweisen.
1.2 Arbeitsplatzbezogene Betriebsanweisung
    Gesundheitsgefährdung bzw. erhöhtes Ansteckungsrisiko durch Anleitung oder Information, Betriebsanweisung reduzieren, Betriebsanweisung bei der Unterweisung berücksichtigen.
    Den Mitarbeitern eine schriftliche Handlungsanweisung (z. B. Betriebsanweisung) zur Verfügung stellen und sie anhand dieser auch unterweisen.
    Für Tätigkeiten mit besonderem SARS-CoV-2-Infektionsrisiko (z. B. Kontakt zu infektionsverdächtigen oder infizierten Personen) eine Betriebsanweisung nach BioStoffV erstellen.
1.3 Koordinieren von Arbeiten
    Bei Einsatz von Fremdfirmen: Gesundheitsgefährdung bzw. erhöhtes Ansteckungsrisiko durch Einsatz eines (Fremdfirmen-)Koordinators reduzieren, Verpflichtungserklärung von Fremdfirmen einfordern, spezifische Gefährdungsbeurteilungen/Unterweisungen durchführen.
    Bei Fahrten und Arbeitseinsätzen innerhalb und außerhalb der Betriebsstätte wechselnde Kontakte ausschließen bzw. reduzieren.
    Fahrten zur Materialbeschaffung bzw. Auslieferung nach Möglichkeit reduzieren, Tourenplanungen entsprechend optimieren.
    Bei Transport- und Lieferdiensten bei der Tourenplanung Möglichkeiten zur Nutzung sanitärer Einrichtungen berücksichtigen (es kann wegen Schließung öffentlich zugänglicher Toiletten und Waschräume Handhygiene nur eingeschränkt möglich sein).
    Den Personaleinsatz so planen, dass unabhängig von der Tätigkeit jeweils feste Teams im Büro, in der Produktion, im Außendienst unterwegs sind, eine Mischung dieser Teams vermeiden.
    Dienstreisen und Präsenzveranstaltungen, wie Besprechungen, auf das absolute Minimum reduzieren und soweit wie möglich technische Alternativen, wie Telefon- oder Videokonferenzen, zur Verfügung stellen.
    Bei unbedingt notwendigen Präsenzveranstaltungen ausreichenden Abstand zwischen den Teilnehmern sicherstellen.
    Kontaktdaten betriebsfremder Personen sowie Zeitpunkt des Betretens/Verlassens der Arbeitsstätte/des Betriebsgeländes dokumentieren.
    Die Kontakte der betriebsfremden Personen mit den Beschäftigten dokumentieren.
    Elekt...

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