Entgeltfortzahlung: Anzeige... / 1.2.1 Inhalt der Nachweispflicht

Die vom Arbeitnehmer beizubringende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss gewisse inhaltliche Anforderungen erfüllen:

  • Sie muss von einem approbierten Arzt ausgestellt sein,
  • es muss eine schriftliche Erklärung sein, die den behandelnden Arzt ausweist und die von ihm stammt,
  • die Bescheinigung muss erklären, dass der Arbeitnehmer arbeitsunfähig ist; Krankheiten und ihre Ursachen müssen nicht genannt werden,
  • die Bescheinigung muss angeben, bis zum welchem Zeitpunkt oder wie lange die Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich andauern wird.
  • Ist der Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, muss die Bescheinigung eine Erklärung des behandelnden Arztes enthalten, dass der Krankenkasse unverzüglich eine Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit mit Angaben über den Befund und die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit übersandt wird (§ 5 Abs. 1 Satz 5 EFZG).
  • Der Arzt darf in der Bescheinigung keine Feststellungen über die Ursache und die Art der Arbeitsunfähigkeit und der zugrunde liegenden Erkrankung treffen, sofern der Arbeitnehmer ihn dazu nicht ermächtigt hat.[1]

Mit dem Jahr 2016 ist eine neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eingeführt worden.[2]

[2] Einzelheiten dazu können unter www.kvb.de/fileadmin/kvb/dokumente/Praxis/Abrechnung/Hilfen/KVB-Merkblat-Arbeitsunfaehigkeitsbescheinigung-ab-2016.pdf verfolgt werden.

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