Entgelt / 2.3 Beitragspflichtiger Anteil der SFN-Zuschläge

Wird der Stundenlohn von 25 EUR überschritten, sind die SFN-Zuschläge, die auf den überschreitenden Teil des Stundenlohns entfallen, dem sozialversicherungsrechtlichen Arbeitsentgelt zuzurechnen und damit beitragspflichtig.[1] Dieser Betrag kann ermittelt werden, indem der Differenzbetrag zwischen 25 EUR und dem tatsächlichen Stundenlohn mit dem für die geleistete SFN-Arbeit zu berücksichtigenden Wert nach § 3b EStG multipliziert wird. Anschließend muss dieses Produkt mit der Anzahl der SFN-Arbeitsstunden multipliziert werden.

 
Praxis-Beispiel

Ermittlung der Beitragspflicht

Ein Arbeitnehmer erhält ein laufendes monatliches Arbeitsentgelt in Höhe von 4.300 EUR. Seine regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 38 Stunden. Der Arbeitnehmer arbeitet regelmäßig 20 Stunden im Monat in der Zeit von 20 Uhr bis 0 Uhr. Er erhält pro geleisteter Nachtarbeitsstunde einen steuerfreien Zuschlag in Höhe von 25 %.

Ergebnis: Der Stundenlohn des Arbeitnehmers wird wie folgt ermittelt:

38 Stunden × 4,35 = 165,30 Stunden monatlich

4.300 EUR : 165,30 Stunden = 26,01 EUR

Der steuerfreie Zuschlag für die geleistete Nachtarbeit beträgt 130 EUR (26,01 EUR × 25 % × 20 Std.).

Der beitragspflichtige Teil des Zuschlags wird wie folgt ermittelt:

26,01 EUR – 25 EUR = 1,01 EUR

1,01 EUR × 25 % = 0,25 EUR

0,25 EUR × 20 Std. = 5 EUR

Von dem gezahlten Zuschlag für die geleistete Nachtarbeit sind 5 EUR dem beitragspflichtigen Arbeitsentgelt zuzurechnen.

Die Beitragspflicht der SFN-Zuschläge kann auch ermittelt werden, indem vom Gesamtbetrag der SFN-Zuschläge der beitragsfreie Teil abgezogen wird.

Beitragsfreie Beträge je Stunde

Abhängig von der geleisteten Arbeit (Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit) ergeben sich folgende beitragsfreien Beträge pro Stunde:

 
Art der geleisteten Arbeit beitragsfreier Betrag/Stunde
Nachtarbeit von 20 Uhr bis 0 Uhr: 25 EUR × 25 %[2]= 6,25 EUR
Nachtarbeit von 0 Uhr bis 4 Uhr: 25 EUR × 40 %[3]= 10,00 EUR
Sonntagsarbeit 25 EUR × 50 %[4]= 12,50 EUR
Feiertagsarbeit 25 EUR × 125 %[5]= 31,25 EUR
Arbeit an Weihnachten und dem 1.5.: 25 EUR × 150 %[6]= 37,50 EUR
 
Praxis-Beispiel

Berechnung beitragspflichtige Zuschläge

Ein Arbeitnehmer erhält ein laufendes monatliches Arbeitsentgelt in Höhe von 4.300 EUR. Seine regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 38 Stunden. Der Arbeitnehmer arbeitet regelmäßig 20 Stunden im Monat in der Zeit von 20 Uhr bis 0 Uhr. Er erhält pro geleisteter Nachtarbeitsstunde einen steuerfreien Zuschlag in Höhe von 25 %.

Ergebnis: Der Stundenlohn des Arbeitnehmers wird wie folgt ermittelt:

38 Stunden × 4,35 = 165,30 Stunden monatlich

4.300 EUR : 165,30 Stunden = 26,01 EUR

Der steuerfreie Zuschlag für die geleistete Nachtarbeit beträgt 130 EUR (26,01 EUR × 25 % × 20 Std.).

Von dem gewährten Zuschlag für die geleistete Nachtarbeit sind 6,25 EUR pro Stunde kein beitragspflichtiges Arbeitsentgelt.

Der beitragsfreie Teil der Zuschläge beträgt also insgesamt 125 EUR (6,25 EUR × 20 Std.). Somit verbleiben 5 EUR als beitragspflichtiger Nachtarbeitszuschlag.

 
Wichtig

SFN-Zuschläge – immer UV-Arbeitsentgelt

In der gesetzlichen Unfallversicherung sind Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit in voller Höhe dem Arbeitsentgelt zuzurechnen, auch soweit sie lohnsteuerfrei sind.

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