Begriff

Zur Abmilderung der drastisch gestiegenen Energiekosten durch die Energiekrise ist die Energiepreispauschale eingeführt worden. Sie soll in erster Linie ein Ausgleich für die erhöhten erwerbsbedingten Wegeaufwendungen sein. Die Energiepreispauschale wird an aktiv tätige Erwerbspersonen für den Veranlagungszeitraum 2022 gewährt und steht jedem Anspruchsberechtigten nur einmal zu. Anspruchsberechtigt sind unbeschränkt Steuerpflichtige, die im Veranlagungszeitraum 2022 Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit (oder Gewinneinkünfte, wie Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, gewerbliche Einkünfte, Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit) erzielen. Voraussetzung bei Arbeitnehmern ist, dass sie Arbeitslohn aus einem gegenwärtig ersten Dienstverhältnis erhalten. Die Energiepreispauschale beträgt 300 EUR und ist i. d. R. steuerpflichtig, aber beitragsfrei in der Sozialversicherung. Sie wird mit dem individuellen Steuersatz besteuert. Zusätzlich können ggf. Kirchensteuer und auch Solidaritätszuschlag anfallen.

 
Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Lohnsteuer: Die Energiepreispauschale ist mit Wirkung 2022 in einem eigenen Abschnitt XV in §§ 112 bis 122 EStG durch das Steuerentlastungsgesetz 2022 v. 23.5.2022, BGBl 2022 I S. 749, gesetzlich geregelt worden.

Sozialversicherung: Die Energiepreispauschale ist keine beitragspflichtige Einnahme.

 
Kurzübersicht
 
Entgelt LSt SV
Energiepreispauschale von 300 EUR pflichtig frei

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