Diese Möglichkeiten der Gestaltung von Recruitingmaßnahmen bieten sich z. B. im Hochschulbereich:

  • Viele Studenten müssen im Rahmen ihres Studiums Praktika in Unternehmen absolvieren bzw. sind an freiwilligen Praktikas interessiert. Insbesondere, wenn diese Praktika am Ende des Studiums liegen, handelt es sich um einen wichtigen und für beide Seiten vorteilhaften Weg der Rekrutierung. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit einer ersten engeren Bindung an das Unternehmen.
  • In Unternehmen bieten sich in der Regel Themen oder Projekte, die sich für eine praxisorientierte Bachelor- oder Masterarbeit eignen. Sammeln Sie Themen, die u. a. über Kontakte zu Lehrstühlen den Studenten angeboten werden können. Die Vorteile dieser Arbeiten liegen aber auch darin, dass die Studenten ihr theoretisches Wissen in die Arbeit einbringen und das Unternehmen von den Ergebnissen solcher Arbeiten profitiert.
  • Insbesondere dann, wenn es ein gemeinsames Interesse in der Forschung von Hochschule und Unternehmen gibt, bietet sich die Möglichkeit, auch Dissertationen zu unterstützen. Meist ist man dabei zwar primär an den Ergebnissen interessiert, unter Umständen lässt sich aber auch auf diesem Weg ein ausgezeichneter Spezialist für das Unternehmen gewinnen.
  • Konkrete Stellenausschreibungen sind an den dafür vorgesehenen "schwarzen Brettern" im Intranet der Hochschulen möglich. Sie können auch direkt an interessante Fachbereiche oder Lehrstühle geschickt werden.
  • In Firmenpräsentationen können Sie zum einen die Leistungen und Angebote des Unternehmens sowie Ausschnitte aus der Tätigkeit von einzelnen Abteilungen vorstellen. Zum anderen ergeben sich hier oft erste direkte Kontaktmöglichkeiten zwischen den Studenten und den Firmenvertretern in informellen Gesprächen.
  • Vergleichbare Zielsetzungen verfolgen auch Einladungen zu Firmenbesichtigungen oder zum "Tag der offenen Tür". Die Zielgruppe kann sich direkt vor Ort ein Bild vom potenziellen Arbeitgeber und der dortigen Unternehmenskultur verschaffen.
  • Messen und Ausstellungen (z. B. FORUM-Absolventenkongress, VDI-Bewerbertag, Karrieretage an Hochschulen) können als Instrument der Personalwerbung genutzt werden. Von großer Bedeutung ist die Möglichkeit der Darstellung des Unternehmens und seiner Produkte in anschaulicher Form und der Raum für persönliche Kontakte.
 
Hinweis

Hochschul-Marketing gegen Fachkräftemangel

Die Chance, über diesen Weg interessante Bewerber zu finden, steigt mit dem Bekanntheitsgrad Ihres Unternehmens an der Hochschule. Schon unter diesem Blickwinkel ist die Kontaktpflege zu Hochschulen ein sehr wichtiger Bestandteil des Personalmarketings und der Deckung des Fachkräftemangels.

Diese genannten Instrumente des Hochschulmarketings sind nur ein Ausschnitt aus der Palette der Möglichkeiten, wie Unternehmen Akquisition und Rekrutierung bei der Zielgruppe der Studenten durchführen können. Einzelne Maßnahmen lassen sich auch auf andere Zielgruppen, z. B. Schüler, übertragen.

Bei allen Employer-Branding-Maßnahmen steht das Bemühen im Vordergrund, das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber in einem einheitlichen Erscheinungsbild mit hohem Wiedererkennungswert darzustellen.

Im Rahmen der Personalauswahl sollte ein wesentlicher und sehr direkt wirkender Aspekt nicht vergessen werden: Im Vergleich zu vielen strategischen Maßnahmen ist die Achtung des "Bewerbers als Kunde" eine von allen Beteiligten leicht umzusetzende Maßnahme.

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