Einmalzahlungen: Beitragsbe... / 4 Rechtskreiswechsel: Bedeutung in der Renten- und Arbeitslosenversicherung

Wechselt ein Arbeitnehmer im laufenden Jahr während der ununterbrochen bestehenden Beschäftigung bei seinem Arbeitgeber den Beschäftigungsort vom Rechtskreis Ost in den Rechtskreis West[1] oder umgekehrt, gilt Folgendes: Bei der Ermittlung des beitragspflichtigen Entgelts sind die Beitragsbemessungsgrenzen der Renten- und Arbeitslosenversicherung in beiden Rechtsgebieten maßgebend. Dabei ist für jeden Abrechnungszeitraum die entsprechende Beitragsbemessungsgrenze zuzuordnen.

 
Praxis-Beispiel

Beitragsberechnung aus der Einmalzahlung bei Rechtskreiswechsel

Renten- und Arbeitslosenversicherung

Beschäftigung im Rechtskreis West bis 31.3.2020 bei einem Monatsgehalt in Höhe von 5.000 EUR.

Beschäftigung im Rechtskreis Ost ab 1.4.2020 bei einem Monatsgehalt von weiterhin 5.000 EUR.

Zahlung von Urlaubsgeld in Höhe von 3.000 EUR im Juni 2020.

 
Monat BBG
EUR
anzusetzendes Entgelt
EUR
Differenz
EUR
Januar 6.900 5.000 1.900
Februar 6.900 5.000 1.900
März 6.900 5.000 1.900
April 6.450 5.000 1.450
Mai 6.450 5.000 1.450
Juni 6.450 5.000 1.450
      10.050

Von dem Urlaubsgeld sind Beiträge aus 3.000 EUR zu berechnen.

 
Hinweis

Mehrfachbeschäftigte in verschiedenen Rechtskreisen

Die Ermittlung des beitragspflichtigen Anteils bei Mehrfachbeschäftigten in unterschiedlichen Rechtskreisen, bei denen im gleichen Zuordnungsmonat eine Einmalzahlung gewährt wird, ist Bestandteil der Gemeinsamen Grundsätze der Spitzenverbände der Sozialversicherungsträger vom 12.11.2014.

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