Einmalzahlungen / 3 Ermittlung der anteiligen Beitragsbemessungsgrenze

Die anteilige Beitragsbemessungsgrenze errechnet sich, indem die für das Kalenderjahr anzusetzende Beitragsbemessungsgrenze durch 360 geteilt und mit der Anzahl der ermittelten Sozialversicherungstage multipliziert wird.

 
Praxis-Beispiel

Ermittlung der anteiligen Beitragsbemessungsgrenzen

Ein Versicherter ist seit Jahren versicherungspflichtig beschäftigt. Er erhält im Juli 2021 Urlaubsgeld. Das laufende Arbeitsentgelt und die Einmalzahlung zusammen überschreiten die monatliche Beitragsbemessungsgrenze. Der Versicherte hat vom 15.1. bis 9.2.2021 Krankengeld erhalten, vom 11.2. bis 12.2.2021 nahm er unbezahlten Urlaub.

Ergebnis: Für die Ermittlung der anteiligen Beitragsbemessungsgrenze ist der Zeitraum vom 1.1. bis 31.7.2021 maßgebend. Ausgenommen hiervon ist die beitragsfreie Zeit vom 15.1. bis 8.2.2021, die Zeit des unbezahlten Urlaubs ist keine beitragsfreie Zeit. Es ergeben sich also 184 SV-Tage (Januar 14, Februar 20, März bis Juli je 30 Tage = 184 Tage).

Die anteiligen Beitragsbemessungsgrenzen errechnen sich wie folgt:

 
Kranken-/Pflegeversicherung    
  58.050 EUR × 184 = 29.670 EUR
  360
 
Renten-/Arbeitslosenversicherung    
  85.200 EUR × 184 = 43.546,67 EUR
  360

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