Duales Studium / 1 Versicherungsrechtliche Beurteilung

Die versicherungsrechtliche Beurteilung ist für alle Arten der dualen Studiengänge identisch: Obwohl die betriebliche Ausbildung sehr eng in den Studiengang integriert ist, sind die Teilnehmer als zur Berufsausbildung Beschäftigte anzusehen und demzufolge der versicherungspflichtig in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.[1]

In der Unfallversicherung gelten die Teilnehmer an einem dualen Studium während der Praxisphasen als Beschäftigte[2] des Ausbildungs- bzw. Praktikumsunternehmens. Zuständig ist der Unfallversicherungsträger des jeweiligen Betriebs. Unfallversicherungsbeiträge werden erhoben, soweit in der Unfallversicherung beitragspflichtiges Arbeitsentgelt gezahlt wird. Während der Studien- bzw. Vorlesungsphase sind die Teilnehmer über die Unfallkasse des Bundeslandes unfallversichert; die Länder tragen die Kosten des Versicherungsschutzes. Sofern Unternehmen auch für die Studien- bzw. Vorlesungsphasen ein Arbeitsentgelt zahlen, ist es zur Unfallversicherung nicht beitragspflichtig.

 
Wichtig

Werkstudentenprivileg ist ausgeschlossen

Versicherungsfreiheit in der Kranken-, in der Pflege- sowie in der Arbeitslosenversicherung als sog. "beschäftigter Student" bzw. "Werkstudent" ist hier ausgeschlossen.

Meldungen

Von den Arbeitgebern (Ausbildungsbetriebe) sind für die Dauer des dualen Studiengangs die üblichen Meldungen nach der DEÜV gegenüber der zuständigen Krankenkasse zu erstatten. In den Meldungen ist der Personengruppenschlüssel "102" zu verwenden. Dies gilt auch, wenn kein Arbeitsentgelt gezahlt wird. Wird ein Arbeitsentgelt gezahlt, das die Geringverdienergrenze in Höhe von 325 EUR nicht übersteigt, ist der Personengruppenschlüssel "121" anzugeben. Das gilt auch für Monate, in denen diese Einkommensgrenze wegen einer Einmalzahlung überschritten wird.

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