Dienstwagen in der Entgelta... / 3.2.4 Einbeziehung der Umsatzsteuer

Die in die Ermittlung der Gesamtkosten einzubeziehenden Aufwendungen sind auch dann einschließlich Umsatzsteuer anzusetzen, wenn der Betrieb den Vorsteuerabzug gem. § 15 Abs. 2 UStG hat. Dies gilt sowohl für die laufenden Betriebskosten als auch für die Abschreibung. Allerdings erhöhen nur solche Umsatzsteuerbeträge die Gesamtkosten für den Dienstwagen, die der Betrieb zu zahlen hat.

Soweit Fahrzeug-Aufwendungen der Firma nicht mit Umsatzsteuer belastet sind, etwa der Kaufpreis bei einem Erwerb von privater Hand oder die Versicherung und Steuer, darf keine fiktive Mehrwertsteuer von den (Netto-)Aufwendungen berechnet und in die Gesamtkosten einbezogen werden.

Die Gesamtkosten für den Ansatz des geldwerten Vorteils nach der Fahrtenbuchmethode berechnen sich bei Unternehmen mit Vorsteuerabzug wie folgt:

 
Summe der Nettoaufwendungen
+ Absetzung für Abnutzung (AfA)
+ Umsatzsteuer
= Kraftfahrzeuggesamtkosten

Die Zurechnung von Mehrwertsteuer entfällt, wenn die Firma keinen Vorsteuerabzug hat, bzw. bei Umsätzen, die unter das Vorsteuerabzugsverbot fallen. Hier sind Netto- und Bruttoaufwendungen identisch.

Kein Ansatz durchschnittlicher Kraftfahrzeuggesamtkosten

Die Berechnung macht deutlich, dass die Kosten des Dienstwagens exakt festzuhalten sind. Nicht zulässig ist es, einen Durchschnittswert anzusetzen, der sich aus den betrieblichen Kosten aller Betriebsfahrzeuge ergibt, falls für Zwecke der betrieblichen Gewinnermittlung ein Fahrzeug-Sammelkonto geführt wird. Anzusetzen sind nur die vom Arbeitgeber getragenen Kosten. Soweit der Arbeitnehmer laufende Aufwendungen übernimmt, bleiben diese bei der Ermittlung der Gesamtkosten außer Ansatz.

 

Praxis-Tipp

Getrennte Aufzeichnung der Fahrzeugkosten notwendig

Die Fahrtenbuchmethode verlangt keine getrennte Aufzeichnung der Fahrzeugkosten in einem gesonderten Konto. Gleichwohl ist dem Arbeitgeber zu empfehlen, in der Buchführung Einzelsachkonten für jedes Fahrzeug anzulegen. Die Ermittlung der Gesamtkosten lässt sich dadurch wesentlich vereinfachen.

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