Dienstwagen in der Entgelta... / 2.8.3 Berechnung des Zuschlags

Der zusätzliche geldwerte Vorteil für die Nutzung des Dienstwagens für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte berechnet sich

  1. mit einer Monatspauschale von 0,03 % oder
  2. mit einer Tagespauschale von 0,002 %, falls der Arbeitnehmer den Firmenwagen regelmäßig an weniger als 15 Tagen pro Monat nutzt.

0,03-%-Monatspauschale

Dienstwagenfahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sind durch einen zusätzlichen Sachbezug zu erfassen, für den der Gesetzgeber eine monatliche Entfernungspauschale festgelegt hat. Der Zuschlag berechnet sich für den einzelnen Entfernungskilometer zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte mit 0,03 % des Bruttolistenpreises. Dabei kommt es für die Anwendung des 0,03-%-Zuschlags auf die tatsächliche Anzahl der Nutzungstage an.

15-Tage-Regelung

Bei einem Nutzungsumfang von regelmäßig weniger als 15 Arbeitstagen pro Monat verlangt der BFH eine Einzelbewertung der Fahrten mit 0,002 % des Bruttolistenpreises je Entfernungskilometer.

Wahlrecht zwischen Monats- und Tagespauschale

Die Finanzverwaltung gewährt bei der 1-%-Methode ein Wahlrecht zwischen dem 0,03-%-Monatszuschlag und der 0,002-%-Tagespauschale, bei der die Firma den geldwerten Vorteil nur noch für die tatsächlich durchgeführten Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte versteuern muss.

 

Achtung

Pflicht zur Anwendung der Tagespauschale bei Einzelaufzeichnung

Im Lohnsteuerverfahren ist der Arbeitgeber auf Verlangen des Arbeitnehmers allerdings verpflichtet, die tageweise Berechnung mit 0,002 % des maßgebenden Bruttolistenpreises durchzuführen, wenn er dem Arbeitgeber jeweils monatlich die tatsächlich durchgeführten Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte schriftlich anzeigt.

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