Dienstwagen / 9 Umsatzbesteuerung des geldwerten Vorteils

Die umsatzsteuerliche Behandlung der Dienstwagenüberlassung bestimmt sich danach, ob es sich um eine entgeltliche oder eine unentgeltliche Leistung handelt.[1] Wird die private Nutzung arbeitsvertraglich festgelegt, ist umsatzsteuerlich von einer entgeltlichen Dienstwagenüberlassung auszugehen. Die private Nutzung stellt eine umsatzsteuerpflichtige sonstige Leistung dar.[2] Die Gegenleistung des Arbeitnehmers liegt in der anteiligen Arbeitsleistung begründet.

Vereinfachungsregelung für die Umsatzsteuerbesteuerung

Die Umsatzsteuer berechnet sich bei diesen Umsätzen nach dem Wert der nicht durch den Barlohn abgegoltenen Arbeitsleistung. Um diese gesetzlich erforderliche, aber aufwendige Ermittlung der umsatzsteuerlichen Bemessungsgrundlage zu vermeiden, gilt eine Vereinfachungsregelung. Es wird nicht beanstandet, wenn auch für die Umsatzsteuer die lohnsteuerlichen Berechnungsmethoden zugrunde gelegt werden.[3] Bemessungsgrundlage ist der für Zwecke der Lohnsteuer ermittelte geldwerte Vorteil – abzüglich der Umsatzsteuer, da diese in den lohnsteuerlichen Bruttowerten bereits enthalten ist.[4] Allerdings darf anders als bei der Lohnsteuer eine Kürzung der umsatzsteuerlichen Bemessungsgrundlage um etwaige Zuzahlungen (Nutzungsentgelte oder Zuschüsse zum Kaufpreis) des Arbeitnehmers nicht vorgenommen werden.

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