Im Blickpunkt

 
"Studenten in Deutschland fühlen sich immer sicherer und besinnen sich auf Familie, Freunde und Freizeit. Beruflicher Erfolg oder ein hohes Gehalt verlieren dagegen an Reiz", heißt es in einer PM der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY vom 12.8.2018. So habe nur noch für 41 % der Studenten der berufliche Aufstieg eine sehr hohe Bedeutung. Bei der Befragung vor zwei Jahren sei die Karriere noch 57 % wichtig gewesen. Statt auf die Karriere bei ihrem zukünftigen Arbeitgeber konzentrierten sich die Studenten dagegen lieber auf ihr privates Umfeld: Für 70 % habe die Familie eine sehr hohe Bedeutung, für 66 % die Freunde und für 50 % die Freizeit. Der entspannte Blick auf die eigene Karriere hänge v. a. mit der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland zusammen. So sagten insgesamt 41 % der Studenten, dass sich ihre Ausschichten, schnell einen Job zu finden, angesichts der wirtschaftlichen Lage in den letzten Monaten, verbessert hätten. Insgesamt 92 % der Studenten gingen davon aus, im Anschluss an ihr Studium schnell einen Job zu finden. Das seien Ergebnisse einer Studie von EY, für die rund 2000 Studenten in deutschen Universitätsstädten befragt worden seien. Entsprechend hätten viele ihr Studienfach eher nach persönlichen Interessen als nach guten Jobchancen ausgewählt: Für 63 % sei ihr persönliches Interesse ein sehr wichtiges Motiv bei der Studienplatzwahl (2016: 61 %) gewesen, gute Berufsaussichten nur noch für 49 % (59 %) der Befragten. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern in dieser Frage schrumpften zusammen, u. a. auch, weil Männern beruflicher Erfolg offenbar nicht mehr so wichtig sei wie früher. So überwiege bei 63 % der Männer inzwischen das persönliche Interesse bei der Studienfachwahl. Damit sei der Anteil genauso hoch wie bei Frauen und wichtiger als gute Berufschancen, die vor zwei Jahren noch das wichtigste Motiv gewesen seien und heute von 51 % der Männer genannt würden. Bei Frauen sei der Anteil von 55 auf 47 % zurückgegangen. Nur beim Geld gäben sich Männer nach wie vor selbstbewusster: Während sie zum Einstieg ein Jahresgehalt von durchschnittlich 39300 Euro erwarteten, rechneten Frauen durchschnittlich nur mit 36500 Euro. Insgesamt betrage das durchschnittlich erwartete Einstiegsgehalt 37900 Euro. Die gesamte Studie ist unter www.ey.com abrufbar.

Gabriele Bourgon, Ressortleiterin Bilanzrecht und Betriebswirtschaft

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