Einführung

Im Blickpunkt

 
„Made in Germany“ steht weltweit hoch im Kurs: Im Ranking der weltweit attraktivsten Standorte, so die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (www.ey.com), klettere Deutschland in diesem Jahr vom sechsten auf den vierten Platz – hinter China, USA und Russland (vor Ausbruch der Ukraine-Krise). 18 % der befragten Manager bezeichneten Deutschland aktuell als einen der drei besten Investitionsstandorte der Welt. Für China und die USA entschieden sich 44 bzw. 28 % der Manager, Russland rangiere mit 19 % nur knapp vor Deutschland. Im Vergleich zu 2013 sei die Zustimmung zum Standort Deutschland um 4 Prozentpunkte von 14 auf 18 % gestiegen. Das sind Ergebnisse einer Studie von EY (Ernst & Young) zur Attraktivität des Wirtschaftsraums Europa und zu tatsächlichen Investitionsprojekten. Befragt wurden Manager von 808 internationalen Unternehmen. Auf der anderen Seite hat die jüngste DIHK-Umfrage "Auslandsinvestitionen in der Industrie, Frühjahr 2014" unter 2500 Unternehmen ergeben, dass das Ausland als Investitionsstandort für die hiesige Industrie noch attraktiver wird (www.dihk.de). Laut DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben wollen Unternehmen dafür im laufenden Jahr deutlich mehr Kapital in die Hand nehmen als 2013. Grund genug für den Betriebs-Berater, das Thema in einem Schwerpunktheft zu behandeln. Im Ressort Wirtschaftsrecht beschäftigt sich der Beitrag von Krause mit Herausforderungen und Investments in China. Göthel widmet sich dem Bereich Joint Venture, insbesondere mit Blick auf die Vertragsgestaltung. Holler/Friese beleuchtet Pattauflösungsmechanismen im Rahmen von Joint Ventures. Die Compliance-Verantwortung der Geschäftsleiter bei Unternehmenstätigkeit mit Auslandsbezug ist Gegenstand des Beitrags von Cichy/Cziupka. Mit den steuerrechtlichen Fragestellungen bei ausländischen (Familien-)Stiftungen befasst sich der Beitrag von Rohde/Enders im Ressort Steuerrecht.Bodenstedt/Schnabel setzen sich im Ressort Arbeitsrecht mit betriebsbedingten Kündigungen in der Matrixstruktur im grenzüberschreitend tätigen Unternehmensverbund auseinander. Operational Transfer Pricing: Verrechnungspreismanagement bei Auslandsinvestitionen ist der Beitrag von Freudenberg zum Schwerpunktheft "Auslandsinvestition" in diesem Ressort.

Gabriele Bourgon, Ressortleiterin Bilanzrecht und Betriebswirtschaft

1 Rechnungslegung

IASB: Entwurf zu Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 veröffentlicht

Der International Accounting Standards Board (IASB) hat am 11.6.2014 den Entwurf ED/2014/02 Investment Entities – Applying the Consolidation Exception (vorgeschlagene Änderungen an IFRS 10 und IAS 28) zur Kommentierung veröffentlicht.

Der Entwurf dient zur Klarstellung von drei Fragestellungen in Bezug auf die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht für Investmentgesellschaften, welche ihre Tochterunternehmen stattdessen zum Fair Value bilanziell abbilden. Die Änderungen gehen auf Anfragen an das IFRS Interpretations Committee zurück und sollen dem Entstehen unterschiedlicher Vorgehensweise in der Praxis vorbeugen. Die vorgeschlagenen Änderungen bestätigen, dass die Ausnahme von der Konsolidierungspflicht auch für Tochterunternehmen einer Investmentgesellschaft gilt, welche wiederum selbst Mutterunternehmen sind. Zudem stellen sie klar, inwiefern durch eine Investmentgesellschaft die Konsolidierung eines Tochterunternehmens, welches investment-related services durchführt, zu erfolgen hat. Darüber hinaus wird die Anwendung der Equity Methode vereinfacht für Unternehmen, welche selbst keine Investmentgesellschaft sind, jedoch Anteile an einem assoziierten Unternehmen halten, welches eine Investmentgesellschaft ist.

Stellungnahmen zu dem Entwurf werden in elektronischer Form erbeten und sind bis zum 15.9.2014 auf der Internetseite des IASB (www.ifrs.org) einzureichen.

(www.drsc.de)

IASB: Zusammenfassung der getroffenen Entscheidungen bei der Überarbeitung des Diskussionspapiers zum Rahmenkonzept veröffentlicht

-tb- Am 18.7.2013 hatte der International Accounting Standards Board (IASB) ein Diskussionspapier, welches mögliche Änderungen des IFRS-Rahmenkonzepts aufzeigt, zur öffentlichen Kommentierung auf seiner Internetseite zur Verfügung gestellt. Bis zum 14.1.2014 konnten entsprechende Stellungnahmen zu den Inhalten des Diskussionspapiers beim IASB eingereicht werden. Nun veröffentlichte der IASB eine Zusammenfassung der im Rahmen der Wiedererwägung des Diskussionspapers getroffenen Entscheidungen. Die Zusammenfassung kann über die Internetseite des IASB eingesehen werden.

(www.ifrs.org)

EFRAG: Bericht zum Status des Übernahmeprozesses aktualisiert

-tb- Am 28.5.2014 hatte der International Accounting Standards Board (IASB) den neuen IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" veröffentlicht. Der neue Standard zur Umsatzrealisierung hat zum Ziel, die Vielzahl der bisher in diversen Standards (insbesondere IAS 18 – Revenues, IAS 11 – Construction Contracts) und Interpretationen enthaltenen Regelungen zusammenzuführen und einheitliche Grundprinzipien fes...

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