Die Verordnung zum Schutz d... / 2.7.3 Inhalte der Beurteilung

Bei der Gefährdungsbeurteilung nach § 3 OStrV ist Folgendes zu berücksichtigen:

  1. Art, Ausmaß und Dauer der Exposition durch künstliche optische Strahlung,
  2. der Wellenlängenbereich der künstlichen optischen Strahlung,
  3. die in § 6 OStrV genannten Expositionsgrenzwerte,
  4. alle Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit von Beschäftigten, die besonders gefährdeten Gruppen angehören,
  5. alle möglichen Auswirkungen auf die Sicherheit und Gesundheit von Beschäftigten, die sich aus dem Zusammenwirken von künstlicher optischer Strahlung und fotosensibilisierenden chemischen Stoffen am Arbeitsplatz ergeben können,
  6. alle indirekten Auswirkungen auf die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten, zum Beispiel durch Blendung, Brand- und Explosionsgefahr,
  7. die Verfügbarkeit und die Möglichkeit des Einsatzes alternativer Arbeitsmittel und Ausrüstungen, die zu einer geringeren Exposition der Beschäftigten führen (sog. Substitutionsprüfung),
  8. Erkenntnisse aus arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen sowie hierzu allgemein zugängliche, veröffentlichte Informationen,
  9. die Exposition der Beschäftigten durch künstliche optische Strahlung aus mehreren Quellen,
  10. die Herstellerangaben zu optischen Strahlungsquellen und anderen Arbeitsmitteln,
  11. die Klassifizierung der Lasereinrichtungen und gegebenenfalls der in den Lasereinrichtungen zum Einsatz kommenden Laser nach dem Stand der Technik,
  12. die Klassifizierung von inkohärenten optischen Strahlungsquellen nach dem Stand der Technik, von denen vergleichbare Gefährdungen wie bei Lasern der Klasse 3R, 3B oder 4 ausgehen können,
  13. die Arbeitsplatz- und Expositionsbedingungen, die zum Beispiel im Normalbetrieb, bei Einrichtvorgängen sowie bei Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten auftreten können.

§ 3 Abs. 2 OStrV benennt konkret einzelne Aspekte, die der Arbeitgeber bei der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen hat und gibt damit eine praktische Hilfestellung für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung.

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