Die Meisterprüfung im Handwerk / 2.1.1 Zuständigkeitsregelungen der HwO

Die Meisterprüfung wird durch Meisterprüfungsausschüsse abgenommen.[1] Die Handwerkskammer unterbreitet der höheren Verwaltungsbehörde, in den meisten Ländern die Bezirksregierungen, Vorschläge zur Besetzung der Meisterprüfungsausschüsse. Die höhere Verwaltungsbehörde errichtet die Meisterprüfungsausschüsse nach Anhörung der Handwerkskammer. Für die Handwerke werden Meisterprüfungsausschüsse als staatliche Prüfungsbehörden am Sitz der Handwerkskammer für ihren Bezirk errichtet.[2] Weil auch in einigen zulassungspflichtigen Handwerken oft nur eine geringe Zahl an Meisterprüfungskandidaten vorhanden ist, errichten die obersten Landesbehörden entsprechend für mehrere Handwerkskammern gemeinsam einen Meisterprüfungsausschuss für einen bestimmten Beruf. Wenn dieser Meisterprüfungsausschuss innerhalb eines Bundeslandes bleibt, wird der Sitz des Meisterprüfungsausschusses durch die oberste Landesbehörde einer höheren Verwaltungsbehörde im Bundesland zugeordnet. Diese bestimmt sodann diejenige Handwerkskammer, welche die geschäftsführende Stelle für den überregional tätigen Meisterprüfungsausschuss übernimmt.

Wird ein Meisterprüfungsausschuss für mehrere Bundesländer errichtet, bedarf es hierfür des Einvernehmens der beteiligten obersten Landesbehörden.[3]

Aufgrund der Vorschläge der zuständigen Handwerkskammer errichtet die höhere Verwaltungsbehörde die Meisterprüfungsausschüsse und ernennt die Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder für längstens 5 Jahre.[4]

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