Die Arbeitsschutz-Verordnungen / 4.7.5 Begriffe

Die Begriffsbestimmungen zur Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung sind in § 2 LärmVibrationsArbSchV niedergelegt. Zentrale Begriffe sind dabei die physikalischen Phänomene "Lärm und Vibration".

Lärm im Sinne dieser Verordnung ist nach § 2 Abs. 1 LärmVibrationsArbSchV jeder Schall, der zu einer Beeinträchtigung des Hörvermögens oder zu sonstigen mittelbaren oder unmittelbaren Gesundheitsgefahren führen kann.

Vibrationen sind gemäß § 2 Abs. 5 LärmVibrationsArbSchV alle mechanischen Schwingungen, die durch Gegenstände auf den menschlichen Körper übertragen werden und zu einer mittelbaren oder unmittelbaren Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten führen können. Dazu gehören insbesondere

  1. mechanische Schwingungen, die bei Übertragung auf das Hand-Arm-System des Menschen Gefährdungen für die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten verursachen oder verursachen können (Hand-Arm-Vibrationen), insbesondere Knochen- oder Gelenkschäden, Durchblutungsstörungen oder neurologische Erkrankungen, und
  2. mechanische Schwingungen, die bei Übertragung auf den gesamten Körper Gefährdungen für die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten verursachen oder verursachen können (Ganzkörper-Vibrationen), insbesondere Rückenschmerzen und Schädigungen der Wirbelsäule.

In einer für zahlreiche weitere Gebiete des Arbeitsschutzes verbindlichen Weise definiert nach der Novelle vom November 2016 nunmehr § 2 Abs. 8 LärmVibrationsArbSchV (vormals Abs. 7) weiterhin textgleich den Begriff "Stand der Technik". Der Stand der Technik ist demzufolge der Entwicklungsstand fortschrittlicher Verfahren, Einrichtungen oder Betriebsweisen, der die praktische Eignung einer Maßnahme zum Schutz der Gesundheit und zur Sicherheit der Beschäftigten gesichert erscheinen lässt. Bei der Bestimmung des Standes der Technik sind insbesondere vergleichbare Verfahren, Einrichtungen oder Betriebsweisen heranzuziehen, die mit Erfolg in der Praxis erprobt worden sind. Gleiches gilt für die Anforderungen an die Arbeitsmedizin und die Arbeitshygiene.[58]

[58] Vgl. textgleich: § 2 Abs. 10 der GefahrstoffV.

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