Definition und Berechnungsg... / 3.3 Nullzone und Milderungsbereich

Der einzubehaltende Solidaritätszuschlag wird erst erhoben, wenn die sich nach den einzelnen Steuerklassen ergebende Lohnsteuer einen gesetzlich festgelegten Betrag übersteigt. Durch diese sog. Nullzone werden Arbeitnehmer mit geringem Arbeitslohn vom Solidaritätszuschlag verschont. Löhne bleiben vom Solidaritätszuschlag befreit, wenn die Lohnsteuer des Lohnabrechnungszeitraums folgende Beträge nicht übersteigt[1]:

 
  Lohnsteuer bei Steuerklasse III

Lohnsteuer bei den Steuerklassen

I, II, IV bis VI
Bei monatlicher Abrechnung 2.826 EUR
(bis 2020: 162,00 EUR)
1.413 EUR
(bis 2020: 81,00 EUR)
Bei wöchentlicher Abrechnung 659,40 EUR
(bis 2020: 37,80 EUR)
329,70 EUR
(bis 2020: 18,90 EUR)
Bei täglicher Abrechnung 94,20 EUR
(bis 2020: 5,40 EUR)
47,10 EUR
(bis 2020: 2,70 EUR)
Für den Lohnsteuer-Jahresausgleich durch den Arbeitgeber, jährlich 33.912 EUR
(bis 2020: 1.944,00 EUR)
16.956 EUR
(bis 2020: 972,00 EUR)

Bei Arbeitnehmern mit Kindern ist die gesondert ermittelte Lohnsteuer maßgebend.[2]

Stufenweise Anhebung im Milderungsbereich

Übersteigt die einzubehaltende bzw. die gesondert ermittelte Lohnsteuer die oben genannten Beträge, wird der Solidaritätszuschlag nicht sofort in voller Höhe erhoben. Es gilt die Regelung, nach der im Übergangsbereich der Solidaritätszuschlag 11,9 % (bis 2020: 20 %) des Unterschiedsbetrags zwischen der Lohnsteuer und den freigestellten Beträgen nicht übersteigen darf (Milderungsbereich).[3]

Weil das Bundesfinanzministerium keine Tabellen mehr für den bei der Ermittlung des Solidaritätszuschlags zu beachtenden Milderungsbereich veröffentlicht, muss der Arbeitgeber den (gemilderten) Betrag gesondert berechnen[4] oder ihn aus einer nach amtlichen Vorgaben erstellten Lohnsteuertabelle ablesen.

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