Datenschutz im Personalwesen / 4.2.2 Umgang mit Messenger-Apps

Immer beliebter wird auch der Einsatz von Messenger-Apps im geschäftlichen Kontext. Aufgrund der einfachen Bedienbarkeit und der hohen Anzahl von Nutzern werden häufig auch betriebliche Daten (wie z. B. Schichtpläne, Krankmeldungen, Termineinladungen und -absagen) über eine Messenger-App versendet. Allerdings bestehen aufgrund der technischen Funktionsweise solcher Dienste erhebliche datenschutzrechtliche Bedenken beim dienstlichen Einsatz. Zur Nutzung einiger Apps ist es zwingend erforderlich, dass das gesamte Telefonbuch an den Hersteller der App übermittelt wird. Dies stellt eine Übermittlung von personenbezogenen Daten dar, die jedoch nicht durch Rechtsgrundlage gedeckt ist. Auch eine Einwilligung dürfte hier als Grundlage ausscheiden, da diese kaum von allen Personen, die der App-Nutzer im Telefonbuch eingetragen hat, eingeholt werden kann. Bereits das Hochladen des Telefonbuches an den Hersteller der App ist somit gesetzeswidrig und daher nicht zulässig. Unternehmen kann nur geraten werden, die Nutzung solcher Dienste entweder technisch zu unterbinden oder aber organisatorisch zu untersagen.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge