Datenschutz im Personalwesen / 2.5.2.3 Umgang mit Daten zum Gesundheitszustand

Daten zum Gesundheitszustand eines Beschäftigten genießen über Art. 9 DSGVO einen gesteigerten Schutz. Sie dürfen nur in engen Grenzen verarbeitet werden. Häufigster Anwendungsfall dürfte der Umgang mit Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sein. Aufgrund der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall hat das Unternehmen ein berechtigtes Interesse an diesen Daten und darf diese daher verarbeiten. Bei der Verarbeitung ist jedoch darauf zu achten, dass diese Daten nur der Personalabteilung und dem jeweiligen Vorgesetzten bekannt gegeben werden dürfen. Unzulässig ist daher der häufig in Unternehmen aufzufindende "Krankheitskalender", in dem alle Krankheitstage der Beschäftigten einer Abteilung eingetragen werden.

 
Praxis-Tipp

Abwesenheitskalender führen

Statt eines Krankheitskalenders kann ein Abwesenheitskalender geführt werden. Dort können alle Abwesenheiten (Krankheit, Urlaub, Fortbildung) unter dem Sammelmerkmal "abwesend" eingetragen werden. Somit kann (zumindest rückwirkend) kein Schluss auf den Grund der Abwesenheit getroffen werden.

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