Das System von Arbeitsschut... / 2.3 Anforderungen an Personen

Neben den ergonomischen Anforderungen an Arbeits- und Betriebsmittel spielen im Arbeitsschutz auch die fachlichen Kenntnisse und körperlichen Fähigkeiten der agierenden Personen eine wichtige Rolle. Nur wer in der einen oder anderen Weise besonders geeignet ist oder über Spezialkenntnisse verfügt, die durch Berufsausbildung, Fortbildungslehrgänge, regelmäßige Schulungen oder gar ein Studium erworben wurden, kann herausgehobene Tätigkeiten übernehmen bzw. übertragen bekommen. Wo Derartiges fehlt, ist eine solche Verantwortungsübernahme sogar explizit ausgeschlossen und untersagt. Körperliche Eignung hat demgegenüber in der Menge der Normen eine eher untergeordnete Rolle.

Die zentrale Vorschrift für Anforderungen an die persönliche Leistungsfähigkeit – geistig wie körperlich – bildet § 7 ArbSchG. Danach hat der Arbeitgeber bei der Übertragung von Aufgaben auf Beschäftigte je nach der Art der Tätigkeiten zu berücksichtigen, ob die Beschäftigten befähigt sind, die für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Aufgabenerfüllung zu beachtenden Bestimmungen und Maßnahmen einzuhalten.

Das Motiv der Aufgabenübertragung unter bestimmten Voraussetzungen findet sich auch in § 13 Abs. 2 ArbSchG. Danach kann der Arbeitgeber zuverlässige und fachkundige Personen schriftlich damit beauftragen, ihm obliegende Aufgaben nach diesem Gesetz in eigener Verantwortung wahrzunehmen.[1]

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge